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DTM: BMW und Audi siegen in Assen

Tourenwagen

Philipp Eng weiterhin im Titelrennen © BMW GroupPhilipp Eng weiterhin im Titelrennen © BMW Group

Marco Wittmann (BMW) und Mike Rockenfeller (Audi) sind die Sieger im niederländischen Assen.

Marco Wittmann hatte die packende Premiere der DTM in der „Kathedrale des Motorsports“ am Samstag für sich entschieden. Von der Pole-Position nutzte er bei denkbar schwierigen, weil extrem nassen Bedingungen den Start hinter dem Safety-Car klug aus, setzte sich vor seinem Pflichtboxenstopp um das entscheidende Quäntchen von seinem direkten Konkurrenten René Rast ab und kämpfte sich in der Schlussphase gekonnt am Führenden Nico Müller vorbei. Müller hatte von allen Fahrern am längsten mit seinem Pflichtboxenstopp gewartet und hatte seine zwischenzeitliche Führung auch nach dem Reifenwechsel zunächst behalten. Auf kalten Regenreifen hatte der Schweizer dem glänzend aufgelegten Wittmann in der Schlussphase allerdings nichts entgegenzusetzen.

Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte standen damit nicht nur drei der vier Fahrer auf dem Podium, die den Saisonverlauf bisher bestimmt haben, sondern auch der vierte im Bunde, Philipp Eng landete unter den Top Vier.
Schwierige Bedingungen – höchstes Tempo bei minimalem Grip

Die Rennstrecke in Assen gilt im DTM-Rennkalender als eine der schnellsten. Mit der „Ramshoek“ steht hier die schnellste Kurve der Saison auf der Agenda – Höchstgeschwindigkeit im Trockenen mit 270 Kilometern in der Stunde und rund 3g Querbeschleunigung inklusive. Das Wetter brachte im Samstagsrennen zusätzliche Würze: Ergiebige Regenschauer setzten die Strecke in Assen vor dem Start kräftig unter Wasser, sodass auf Anweisung des Renndirektors dieser erst nach drei Runden hinter dem Safety-Car fliegend freigegeben wurde. In der Folge trocknete der Kurs immer mehr ab, sodass sich eine trockenere Fahrspur bildete. Ein vorhergesagtes, schweres Gewitter blieb bis Rennende aus.

Positive Resultate für Aston Martin

Nicht nur Timo Glock erlebte im ersten Rennen mit Rang fünf ein positives Resultat nach einem eher verkorksten Saisonstart, auch die Mannschaft von Aston Martin hinterließ einen guten Eindruck. Jake Dennis und Ferdinand von Habsburg beendeten das schwierige Rennen auf den Plätzen zwölf und 13, Paul Di Resta nach starken Rundenzeiten auf der 14. Position.

Audi schlug am Sonntag zurück

Mike Rockenfeller hat in Assen erstmals seit zwei Jahren ein DTM-Rennen gewonnen. Zuletzt war der Audi-Fahrer im Jahr 2017 in Zandvoort erfolgreich – ebenfalls in den Niederlanden. Schlüssel zum Erfolg: Der sorgsame Umgang mit und die clevere Einteilung der Hankook-Wettbewerbsreifen. Rockenfeller absolvierte die Renndistanz in Assen mit nur dem einen Pflichtstopp – und entschied das Rennen für sich. Auch seine Konkurrenten Marco Wittmann und Nico Müller waren als Zweite und Dritte mit dieser Strategie erfolgreich, Wittmann sogar vom letzten Startplatz aus.

Damit machten die Verfolger in der Meisterschaft Boden gut. Allerdings sorgte der Gesamtführende René Rast mit einer beherzten Schlussphase dafür, dass es nur wenige Zähler waren, die die beiden aufholten. Der Polesitter kreuzte als Fünfter die Ziellinie – war allerdings nur acht Runden vor Schluss mit einem zusätzlichen, zudem nicht ganz optimalen Boxenstopp von der führenden Position auf den 13. Platz zurückgefallen. Platz vier ging an den beeindruckenden Rookie Jonathan Aberdein im Audi

Juncadella krönt starke Aston-Martin-Leistung mit Platz sieben

Die starke Pace von Aston Martin im Rennen setzte Daniel Juncadella in einen beachtenswerten siebten Platz um. Auch Juncadella profitierte vom schonenden Umgang mit den Reifen und nur einem Boxenstopp im Rennen. Kurz vor dem Fallen der Zielflagge sah es sogar so aus, als könne er nach Rang fünf greifen – Juncadella setzte sich neben „Local Hero“ Robin Frijns, konnte sich allerdings nicht durchsetzen. Beide musste sich zudem dem heranstürmenden René Rast wenige Kurven vor Schluss geschlagen geben.

Nach einem verpatzten Qualifying lief es für Philipp Eng im zweiten Rennen alles andere als optimal. Vom achten Startplatz in das Rennen gegangen, verlor der Salzburger beim Start einen Rang. Danach kämpfte er mit Reifenproblemen und musste zwei Boxenstopps einlegen. Damit landete er nur auf dem 13. Gesamtrang hinter dem Aston Martin von Ferdinand Habsburg.

Philipp Eng: „Ich bin nach diesem Rennen extrem enttäuscht und habe keine Erklärung, warum wir nicht konkurrenzfähig waren. Schon nach wenigen Runden waren die Reifen im Keller, so dass ich nicht angreifen konnte. Dieses Rennen gilt es, einfach schnell abzuhaken.“

Rast mit 22 Punkten Vorsprung nach Brands Hatch

Nach dem ersten Auftritt der DTM auf dem TT Circuit in Assen führt René Rast die Meisterschaft mit 158 Punkten weiter an. 22 Zähler beträgt sein Vorsprung auf Audi-Markenkollege Müller. Der Sieger vom Samstag, Marco Wittmann, hat nach den Rennen in Assen 118 Punkte auf dem Konto, Philipp Eng 111. Mike Rockenfeller kommt mit dem Assen-Sieg am Sonntag auf 94 Punkte.

Quelle: DTM/Redaktion