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DTM: Lucas Auer fährt am Sonntag am Norisring auf den zweiten Rang.

Tourenwagen

Lucas Auer auf Podestkurs am Norisring © DTMLucas Auer auf Podestkurs am Norisring © DTM

In einem spektakulären DTM Rennen auf dem Norisring konnte sich der Tiroler in einem harten Kampf bis zur letzten Runde den Podestplatz sichern.

Tom Blomqvist und Robert Wickens starteten aus der ersten Startreihe in den zweiten DTM Lauf auf dem Norisring. Blomqvist verschlief den Start komplett, Wickens übernahm die Führung vor Bruno Spengler. Lucas Auer, von Startplatz sechs startend, passierte diesmal optimal auf den Innenseite die Grundig-Kehre und war nach dem Schöller-S bereits an dritter Stelle. Trotzdem steuerte er sofort die Box an, um den Pflichtreifenwechsel durchzuführen.

Bis Runde 13. hatten fast alle Teams die Reifenwechsel durchgeführt und Auer pflügte sich durch das Feld mit dem frischen Reifensatz und lag bereits in Runde 14 in Führung vor Martin und Spengler. Davor nur mehr die wenigen Piloten ohne Boxenstopp. Im 21. Umlauf hatte Auer Probleme mit seinem Mercedes und Martin im BMW rückte immer näher und blies in jeder Runde in der Anfahrt zur Grundig-Kehre zum Angriff.

In Runde 21 war wieder einmal die Grundig-Kehre Auslöser einer Safety Car Phase. Rene Rast im Audi drückte beinhart Robert Wickens im Ausgang gegen die Mauer und keilte den Mercedes mit durchdrehenden Rädern ein.

Nebeneinander gab es einen Indy Car Re Start. Auer hatte in der ersten Reihe den noch ohne Boxenstopp startenden Audi Piloten Loic Duval neben sich und konnte sicher sein keine Gegenwehr zu erhalten. Doch es kam anders, der chancenlose Duval blockierte Auer in der ersten Kehre und der Tiroler musste zurückstecken um einen Berührung zu verhindern. Die beiden BMW Piloten Maxime Martin und Bruno Spengler übernahmen die Führung, nach einem Feindkontakt musste Spengler mit einem Reifenschaden die Box ansteuern. Das neue Führungstrio war Martin, Auer und Wittmann.

In Runde 33 kam es zu einem Horror-Crash von Gary Paffett und Mike Rockenfeller. Bei der Anfahrt zur Grundig-Kehre wurden sowohl der Audi von Jamie Green als auch der Mercedes von Paffet bei rund 260 km/h auf einer Bodenwelle kurz ausgehebelt wo es zu einer kurzen Berührung kam. Paffet verlor dabei die Kontrolle über seinen Mercedes und krachte frontal in die Streckenbegrenzung. Durch den schweren Crash verlor der Mercedes ein Rad und schlitterte gegen den in die erste Kurve einbiegenden Audi von Rockenfeller. Nach dem man den schwer zerstörten Mercedes sah machte sich Angst um das Befinden der beiden Piloten breit. Doch nach kurzem gab es Aufatmen bei den Teams und Fans, beide Piloten hatten den Unfall mit einigen Blessuren überstanden.

Das Rennen wurde unterbrochen um die Wracks und Teile von der Rennstrecke zu entfernen und die Streckenbegrenzung wieder in Stand zu setzen.

Nach dem Re-Start hinter dem Safety Car übernahm Martin die Führung, Auer konterte perfekt und ging nach der ersten Kehre in Führung. In Runde 41, an gleicher Stelle, griff nun Martin den Tiroler an und konnte die Führung zurückerobern. Auer lag nun im Sandwich zwischen den beiden BMW Piloten Martin und Wittmann. Danach kam es zum rundenlangen Zweikampf zwischen Martin und Auer, der mehrmals mittels DRS versuchte am BMW vorbeizugehen. Von diesem Kampf an der Spitze profitierten die Verfolger Wittmann und Ekström, die dem Führungsduo immer näher kamen. Auer durfte sich zu diesem Zeitpunkt nicht den kleinsten Fehler erlauben. Doch dieser passierte, als Auer in der Dutzendteich-Kehre den Mercedes leicht quer stellte und gegen Wittmann ankämpfen musste.

In der letzten Runde, letzte Kurve, ging es dann noch einmal heiß her. Wittmann rempelte kurz Ekström an, Mortara schlüpfte geschickt innen vorbei und zu dritt ging es Rad an Rad in Richtung Start/Ziel. Edoardo Mortara holte sich dabei im Mercedes in einem Foto-Finish mit einem Vorsprung von lediglich 00.002 Sekunden Vorsprung den dritten Platz.

Der Sieg ging an Maxime Martin und Lucas Auer feierte einen zweiten Platz und liegt nun in der Fahrerwertung mit 87 Punkten auf Rang zwei hinter Mattias Ekström (89) und vor Maxime Martin (78).

Ergebnis DTM – 2. Rennnen – Norisring 2017:

1. Maxime Martin – BMW M4 DTM – 1:29:22.150
2. Lucas Auer – Mercedes-AMG C 63 DTM – 1:29:25.053
3. Edoardo Mortara – Mercedes-AMG C 63 DTM – 1:29:26.610
4. Mattias Ekström – Audi RS5 DTM – 1:29:26.612
5. Marco Wittmann – BMW M4 DTM – 1:29:26.637
6. Paul Di Resta – Mercedes-AMG C 63 DTM – 1:29:27.858
7. Augusto Farfus – BMW M4 DTM – 1:29:33.763
8. Jamie Green – Audi RS5 DTM – 1:29:34.214
9. Tom Blomqvist – BMW M4 DTM – 1:29:34.844
10. Timo Glock – BMW M4 DTM – 1:29:35.497
11. Robert Wickens – Mercedes-AMG C 63 DTM – 1:29:37.313
12. Bruno Spengler – BMW M4 DTM – 1:29:37.510
13. Nico Müller – Audi RS5 DTM – 1:29:39.710
14. Maro Engel – Mercedes-AMG C 63 DTM – 1:29:45.527
15. Loic Duval – Audi RS 5 DTM – 1:29:46.533
16. René Rast – Audi RS5 DTM – 32:19.577
17. Mike Rockenfeller – Audi RS5 DTM – 28:47.808
18. Gary Paffett – Mercedes-AMG C 63 DTM – 28:48.608