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WTCC: Yvan Muller „erbt“ Pole Position am Salzburgring

Tourenwagen

Yvan Muller steht überraschend auf der Pole Position © Rudolf BeranekYvan Muller steht überraschend auf der Pole Position © Rudolf Beranek

Der ehemalige Formel 1 und GT-Pilot Gianni Morbidelli feierte seine Poleposition für das morgige erste WTCC – Rennen auf dem Salzburgring. Doch das „dicke Ende“ kam in den Abendstunden …….

Der Bann war gebrochen: Erstmals in der Saison 2014 stand in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft kein Citroen-Werksauto auf der Pole Position. Stattdessen sicherte sich der Italiener Gianni Morbidelli (Chevrolet) die beste Startposition für den WTCC-Lauf auf dem Salzburgring. Hinter Weltmeister Yvan Muller sicherte sich dessen Citroen-Teamkollege Sebastien Loeb Rang 3. Auch in diesem Jahr wurde der Salzburgring seinem Ruf als Strecke, die Überraschungen am laufenden Band produziert, wieder gerecht: Alle drei Trainings am heutigen Freitag wurden zwischenzeitlich mittels roter Flagge unterbrochen, schuld waren meist spektakuläre Ausrutscher in der berühmt-berüchtigten Fahrerlagerkurve, die jedoch alle glimpflich ausgingen.

Der Salzburgring hatte wieder einmal zugeschlagen: Auch bei ihrem dritten Gastspiel nach 2012 und 2013 sorgten die Stars der Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf dem Salzburgring für ein Ergebnis, mit dem so niemand gerechnet hatte. Waren in den freien Trainings am Freitag Vormittag noch die Werkspiloten von Citroen in Front gelegen, musste sich Sebastien Loeb & Co. im abschließenden dritten Qualifying-Abschnitt am Nachmittag erstmals in dieser Saison geschlagen geben. Mit dem ehemaligen Formel 1-Piloten Gianni Morbidelli stand für das erste Rennen am Sonntag morgen erstmals ein Chevrolet-Pilot auf dem besten Startplatz.

Während der zweitplatzierte Titelverteidiger Yvan Muller aus Frankreich neidlos gratulierte, war Sebastien Loeb mit Rang drei mehr als zufrieden. Der neunfache Rallye-Weltmeister zeigte sich beeindruckt von der hohen Geschwindigkeit am Salzburgring und hob vor allem die Fahrerlagerkurve als „schwierigste Kurve in der gesamten Weltmeisterschaft“ hervor. „Ich bin jede Runde wieder froh, hier auf der Strecke zu bleiben“, gestand Loeb mit einem Lächeln.

Glückspilz des Tages war aber der dritte Citroen-Pilot José-Maria Lopez: Er drehte sich während des freien Trainings am Vormittag in der schnellen Fahrerlager-Kurve, schlug aber nicht in die Leitplanken ein und konnte weiterfahren. In einer ähnlichen Situation war Hugo Valente (Campos-Chevrolet) ebenfalls am Vormittag heftig gecrasht und hatte für einen Abbruch gesorgt. Auch andere Piloten hatten mit den Tücken der langgezogenen Kurve zu kämpfen, jede einzelne Trainingssaison (inkl.) Qualifying musste nach Ausritten zwischenzeitlich per roter Flagge neutralisiert werden.

Gabriele Tarquini startet im zweiten Rennen von der Pole Position

Tarquni - S

Eine Punktlandung gelang auch dem zweiten Routinier aus Italien: Gabriele Tarquini verpasste als Zwölfter zwar knapp den Einzug in Q2 – sicherte sich damit jedoch die Pole Position für das zweiten Rennen am Sonntag. Grund zur Freude hatte auch Lokalmatador Franz Engstler: Der 53-jährige Deutscher, der hier am Salzburgring vor 26 Jahren seine Motorsport-Karriere gestartet hatte, sicherte sich die Pole Position in der TC2-Wertung und war im Vergleich zum Vorjahr um satte 5/10-Sekunden schneller. „Im Vorjahr wäre ich mit dieser Zeit in der dritten Startreihe gestanden“, so der BMW-Pilot zufrieden.

Paukenschlag dann am Samstagabend.

Weil er während des ersten Qualifying-Abschnitts (Q1) eine gelbe Flagge ignoriert hat, wurde Gianni Morbidelli für das morgige Rennen um fünf Plätze nach hinten strafversetzt. Der 46-jährige Italiener muss zudem 3.000 Euro Geldstrafe zahlen.

Die Entscheidung der FIA-Stewards fiel erst am Samstag um 18.31 Uhr. Die neue Startreihenfolge für das erste Rennen der Tourenwagen-Weltmeisterschaft lautet somit: 1. Yvan Muller (Citroen), 2. Sebastien Loeb (Citroen), 3. Tom Coronel (Chevrolet), 4. José-Maria Lopez (Citroen), 5. Tom Chilton (Chevrolet), 6. Gianni Morbidelli (Chevrolet).

Quelle: Drivestyle – Administrator: Rudolf Beranek