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24-h-Nürburgring: Dominik Baumann kämpfte sich durch die „grüne Hölle

Sportwagen

Dominik Baumann steuert seinen BMW Z4 in die Nacht © Gruppe C Motorsport VerlagDominik Baumann steuert seinen BMW Z4 in die Nacht © Gruppe C Motorsport Verlag

Großer Kampf ohne Happy End: Dominik Baumann hat beim legendären 24-Stunden-Rennen auf dem weltberühmten Nürburgring im BMW Z4 GT3 den sechsten Platz belegt. Norbert Siedler schied vorzeitig aus.

Trotz richtig starker Vorstellung und zwischenzeitlicher Führung verpassten der 21-jährige Österreicher und seine Schubert-Teamkollegen Claudia Hürtgen, Jens Klingmann sowie DTM-Pilot Martin Tomczyk in der „grünen Hölle“ aufgrund technischer Probleme letztendlich den Sprung auf das Siegerpodest.

„Die Schlussphase war spannend. Ich habe versucht noch einmal alles herauszuholen. Unser Auto war gut zu fahren, obwohl wir zuvor die Spurstange gewechselt hatten. Es war ein schöner Stint, aber jetzt bin ich froh, im Ziel zu sein und dass es vorbei ist“, fasste Baumann hinterher das Geschehen zusammen: „Es war ein hartes Rennen, und es gab leider einige Zwischenfälle, die uns ein Topergebnis gekostet haben. Vom Speed und von der Haltbarkeit her hätten wir das Rennen gewinnen können.“

Im Zeittraining am Freitagnachmittag hatte Klingmann auf dem 25,378 Kilometer langen Eifelkurs zunächst den elften Startplatz für das Team eingefahren.

Um 16.00 Uhr am Samstagnachmittag wurde die 42. Auflage des 24-Stunden-Rennens in der Eifel gestartet. Bereits in den ersten Rennstunden bekamen die vielen Zuschauer rund um die Strecke jede Menge Action und zahlreiche teils spektakuläre Zwischenfälle geboten. Betroffen in der zweiten Runde war auch Baumanns Teamkollegin Hürtgen, die sich nach einer Kollision drehte und um einige Positionen zurückfiel. Anschließend brachte Baumann seine Mannschaft wieder bis auf Position elf nach vorne. Der FIA GT3-Europameister von 2012 pilotierte den BMW Z4 von der Dämmerung in die Nacht und leistete sich dabei keine Fehler. Tomczyk, DTM-Champion von 2011, übernahm das Steuer und brachte das Team Schubert zwischenzeitlich sogar in Führung. Bis in den Morgen lieferten sich an der Spitze der Führende von Phönix eingesetzte Audi R8, der einzig verbliebene BMW vom Team Schubert und der Vorjahressieger-Mercedes von Black Falcon einen packenden Dreikampf um die Podiumsplätze.

Zwei Stunden vor Rennende musste das Schubert-Team dann seine Sieghoffnungen nach einer Stop-and-Go-Strafe und einem Fahrfehler von Hürtgen, die sich beim Anbremsen im Bereich Tiergarten drehte und anschließend hart über einen Kurb fuhr, aufgeben. Nach einem längeren Reparaturstopp fiel der BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 20 aussichtslos im Kampf um den Sieg zurück und kam schließlich nach 157 Runden auf Rang sechs ins Ziel. „Die Spurstange war verbogen und musste gewechselt werden. Dafür mussten wir den Unterboden abbauen, was viel Zeit gekostet hat“, erklärte Teamchef Torsten Schubert nach dem Rennen.

Baumann darf nun erst einmal kurz durchatmen. Im ADAC GT Masters ist nach der ersten Saisonhälfte derzeit Sommerpause. Vom 8. bis 10. August wird das dritte Auslandsgastspiel auf dem Slovakia Ring in der Slowakei ausgetragen. Vorher geht es aber in der Blancpain Sprint Serie von 04. bis 06.07. nach Zandvoort in die Niederlande.

Norbert Siedler schied vorzeitig aus

Vorzeitiges Aus für Norbert Siedler © PR Siedler

Vorzeitiges Aus für Norbert Siedler © PR Siedler

Norbert Siedler und das Haribo Racing Team lagen beim traditionsreichen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gut im Rennen, bis eine Kollision mit einem langsameren Fahrzeug fünf Stunden vor Schluss alle Hoffnungen auf einen Spitzenplatz zunichtemachte.

Der Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife endete für das Haribo Racing Team am Wochenende vorzeitig. Fünfeinhalb Stunden, bevor am Nürburgring die Zielflagge für das ADAC Zurich 24h-Rennen fallen sollte, strandete der Porsche 911 GT3 R am Rand der längsten Rennstrecke der Welt: Bei einem Überholvorgang nach der legendären Beton-Steilkurve „Caracciola-Karussell“ berührte ein langsameres Fahrzeug den Haribo-Boliden, der in einen Dreher gezwungen wurde. Beim anschließenden Leitplankenkontakt wurde der Langstrecken-Porsche so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war.

Besonders bitter: Als zweitbeste Porsche-Mannschaft im gesamten Feld lagen Norbert Siedler und seine deutschen Teamkollegen Jörg Bergmeister, Mike Stursberg und Hans Guido Riegel zum Zeitpunkt des Ausfalls an Gesamtposition sieben und damit perfekt im Plan. „Der Ausfall ist natürlich sehr schade“, war Norbert Siedler enttäuscht: „Wir lagen absolut auf Kurs, und daran hätte sich wahrscheinlich auch nichts mehr geändert, da unsere Konkurrenten über eine Runde zurück lagen.“

Dabei war das Rennen bis dahin gut verlaufen, nachdem es im Qualifying ein Problem gegeben hatte: „Da leuchtete im Cockpit auf einmal ein ganzer Christbaum auf. Sah nicht gut aus, aber im Endeffekt war nur eine Sicherung rausgeflogen.“

Obwohl den Zuffenhausener Boliden vor dem Rennen ein größerer Lufteinlass und damit eine höhere Leistung erlaubt worden war, war man der Konkurrenz doch unterlegen, wie der 31-jährige Tiroler erzählt: „Die Porsche sind leider momentan immer noch etwas schwächer, da haben wir noch Aufholbedarf.“

Die Zusammenarbeit mit Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister sei hingegen toll verlaufen: „Er hat uns super unterstützt und war sehr wertvoll für das Team.“ Auch der Haribo-Crew spricht Siedler seinen Dank aus: „Wir sind wirklich toll unterstützt worden, das Auto lief ohne Probleme, und auch die Vorbereitung war super. Besonders für das Team tut es mir leid, dass wir am Ende kein positives Endergebnis erreicht haben.“

Start im Porsche Carrera Cup

Für Porsche-Spezialist Siedler geht es gleich am nächsten Wochenende weiter. Der Wildschönauer wurde kurzfristig von ZaWotec Racing für den Rest der Saison im Porsche Carrera Cup Deutschland verpflichtet. Das erste Rennwochenende findet vom 27 .- 29. Juni auf dem Nürnberger Norisring statt, an den der Tiroler ausgezeichnete Erinnerungen hat: „Ich bin ja schon zwei Saisons im Porsche Carrera Cup gefahren. Im letzten Jahr konnte ich am Norisring sogar gewinnen!“

Quelle: CMV-Sportmedia / PR Siedler