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DTM: Audi Motorsportchef nimmt Stellung zum Funkspruch

Tourenwagen

Dr. Wolfgang Ullrich am Funk © Rudolf BeranekDr. Wolfgang Ullrich am Funk © Rudolf Beranek

Für viel Aufregung sorgte ein Funkspruch von Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich beim DTM Rennen am Sonntag in Spielberg.

Nach dem Rennen nahmen Dr. Wolfgang Ullrich und der betroffene Pilot Timo Scheider zu dem Vorfall Stellung:

Dr. Wolfgang Ullrich:

„Natürlich kann ich die Aufregung bei den Motorsport-Fans verstehen. Es kam im TV wirklich so rüber, als hätten wir Timo Scheider die Anweisung gegeben, einen Konkurrenten von der Strecke zu schieben. Doch das war definitiv nicht der Fall. Dass ich in der ersten Emotion am Kommandostand gerufen habe: ‚Timo, schieb ihn raus’, tut mir leid. Ich funke während des Rennens nicht mit den Fahrern und wusste nicht, dass der Funk offen ist. Es war auf gar keinen Fall eine Anweisung an Timo. Ich kann mich für diesen Spruch nur entschuldigen. Eine solche Äußerung drückt nicht mein Verständnis von Motorsport aus, sondern war allein dem Adrenalin in diesem Moment geschuldet. Ich bin ein Racer und war wütend, wie mit Timo umgegangen wurde. Solche Spiele haben wir in der DTM schon häufiger gesehen. Es war von Timo auch ganz sicher keine Absicht, einen anderen Fahrer von der Strecke zu schieben. Gefreut habe ich mich an diesem Wochenende über die starke Leistung der gesamten Mannschaft. Mattias (Ekström) hat am Samstag eine fantastische Aufholjagd gezeigt und war im Regen am Sonntag eine Klasse für sich. Er ist verdient Tabellenführer und wäre das auch, wenn Pascal Wehrlein als Sechster ins Ziel gekommen wäre. Auch Edoardo Mortara hat in Spielberg eine tolle Leistung gezeigt. Wir können mit unserem Abschneiden insgesamt sehr zufrieden sein. Es ist schade, dass das angesichts der Ereignisse in der letzten Runde am Sonntag so in den Hintergrund gerückt ist.“

Timo Scheider – Platz 16 / Wertungsausschluss

„Nach dem schwierigen Samstag, hatten wir im Sonntag im Regen einen ordentlichen Speed und ich lag in den Punkterängen. Am Ende haben mich zwei Mercedes-Piloten hart attackiert und überholt. Die nächste Kurve habe ich wie immer angebremst, mein Vordermann anscheinend nicht und ich habe ihn erwischt. Das daraufhin beide von der Strecke gerutscht sind, war sicherlich nicht meine Absicht. Es tut mir für Robert (Wickens) und Pascal (Wehrlein) sehr leid. Ich weiß ganz genau, wie man sich in so einer Situation fühlt. Den Wertungsausschluss muss ich akzeptieren.“

Quelle: Audi