DTM: Österreicher feiern Podest auf dem Nürburgring in der Eifel
Mirko Bortolotti am Weg zu seinem ersten DTM Sieg©ADAC Motorsport - Gruppe C PhotographyMit Mirko Bortolotti, Lucas Auer und Thomas Preining standen 2 ½ Österreicher auf dem Podest. Bortolotti fährt mit italienischer Lizenz, lebt aber in Wien.
Bortolotti startete im SSR Lamborghini Huracen von der Poleposition, Thomas Preining neben ihn auf Rang 2. Lucas Auer nahm von der acht das Rennen auf, Clemens Schmid von 15. Mick Wishofer wurde am Nürburgring durch Maximilian Paul ersetzt. Ob der Wiener beim Heimrennen am Red Bull Ring wieder für das Grasser Racing Team an den Start gehen wird ist fraglich.
Bortolotti übernahm nach dem Start die Führung vor Preining. Lucas Auer im Winward Mercedes gelang ein Superstart, der Tiroler setzte sich von acht auf den vierten Rang.
Thomas Preining im „Grello“ Porsche des Manthey Racing Teams duellierte sich mit Ricardo Feller im Abt Audi R8 um den zweiten Rang.
Franck Perera begann das Rennen etwas übermotiviert und schoss Kelvin van der Linde im Abt Audi R8 in der ersten Kurve ab.
Nach fünf Rennminuten hatte Bortolotti bereits einen Vorsprung von 1,78 Sekunden auf Preining und baute diesen auf 2,8 Sekunden aus.
Für den nächsten Zwischenfall sorgte David Schumacher der Luca Stolz umdrehte.
Während Bortolotti ungefährdet an der Spitze lag, hatte Preining ein Paket mit Feller, Auer, Aitken, Olsen und Wittmann im Nacken, welche nur auf den kleinsten Fehler des Österreicher warteten.
Zur Halbzeit betrug der Vorsprung von Bortolotti bereits 3,3 Sekunden auf Preining und es setzt leichter Regen ein.
Christian Engelhardt verlor beim Anbremsen von Kurve 1 seinen Porsche und knallte mit voller Geschwindigkeit in das Heck seinen Markenkollegen Ayhancan Güven. Beide Fahrer blieben unverletzt die Fahrzeuge waren jedoch schwer mitgenommen.
Um die Fahrzeuge bergen zu können gab es eine Full Course Yellow Phase, da die Boxengasse noch geöffnet war. Alle Fahrer nutzten diese um den Pflichtboxenstopp zu absolvieren.
Danach überschlugen sich die Ereignisse
Starker Regen setzte sein und bei dem Teams war die Frage – weiter auf Slicks oder Regenreifen. Die meisten Fahrer wechselten zu Regenreifen. 24 Minuten vor Rennende kam der Re-Start und Alessio Deledda im SSR-Lamborghini rutschte in der ersten Kurve ins Kiesbett.
Es kam zu einer Safety Car Phase und der neuerliche Re-Start Neustart erfolgte dreizehn Minuten vor Rennende. Da zu diesem Zeitpunkt die Strecke wieder abgetrocknet war hatten die meisten Fahrer zurück auf Slicks gewechselt.
Beim Re-Start bekam Bortolotti Unterstützung von seinem überrundeten Teamkollegen Franck Perera, welcher sich hinter dem Leader einordnete.
Der Franzose verlangsamte geschickt vor dem Start das Tempo und hielt Preining und Co in Schach. Lucas Auer nutzte die Situation geschickt aus und setzte sich auf den zweiten Rang und versuchte noch Druck auf Bortolotti zu machen.
Preining musste weiterhin Feller in Schach halten um den dritten Platz nicht zu verlieren. Am Ende war das Österreicher Podest perfekt – Bortolotti feierte seinen ersten DTM Sieg vor Auer und Preining.
Lucas Auer: „Was für ein intensives Rennen. Entscheidend war, dass mir sowohl der Start als auch die Re-Starts richtig gut gelungen sind. Außerdem hat das Team eine super Performance beim Boxenstopp hingelegt. Das waren die Schlüsselszenen. Natürlich habe ich hinten raus noch auf einen Fehler von Mirko Bortolotti gehofft, aber er hatte alles unter Kontrolle.”
Thomas Preining: „Das war ein spannendes und chaotisches Rennen. Ich musste mich viel verteidigen, das ist mir aber gut gelungen. Beim zweiten Re-Start haben Mirko Bortolotti und Franck Perera geschickt zusammengearbeitet. Dadurch waren plötzlich mehrere Fahrzeuge neben mir und ich hatte keine Chance, Lucas Auer hinter mir zu halten. Der dritte Platz ist mit Blick auf die Meisterschaft trotzdem ein gutes Ergebnis.”
Ergebnis, 1. Rennen, Nürburgring
1. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance)
2. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Winward), +1,199 Sekunden
3. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +2,572 Sekunden
4. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +3,117 Sekunden
5. Dennis Olsen (N/Manthey EMA), +4,327 Sekunden
Quelle: ADAC Motorsport – Redaktion