DTM: Thomas Preining im Manthey Porsche auf Titelkurs
Thomas Preining auf Titelkurs © ADAC Motorsport - Gruppe C PhotographyBeim Finale in Hockenheim kommt es zum Dreikampf zwischen Thomas Preining, Maro Engel und Marco Wittmann um den DTM – Titel.
Wittmann übernahm nach dem Start die Führung. Diesen verpatzte Preining total und fiel auf den vierten Rang zurück. In der Anfangsphase rutschte Bastian Buus mit seinem Porsche 911 GT3 R in das Kiesbett und das Safety Car rückte aus.
Den Re-Start entschied Wittmann für sich vor Jules Gounon im Mercedes AMG und Kelvin van der Linde im BMW M4.
In Runde 16 wechselte Wittmann auf neue Pirelli-Slicks
Gounon folgte einen Umlauf später. Danach fuhr der Franzose als Führender wieder auf Strecke, wurde jedoch kurze Zeit später von Wittmann überholt, dessen Reifen bereits Betriebstemperatur erreicht hatten.
Dahinter konnte Preining nach einem schnellen Boxenstopp eine Position gutmachen und sich vor van der Linde auf Rang drei behaupten. Maro Engel folgte im Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz fünf.
In dieser Reihenfolge beendeten die ersten fünf nach 41 Runden das 13. von insgesamt 16 Saisonrennen. Engel, als Achter gestartet, betrieb nach einer taktisch starken Vorstellung Schadensbegrenzung und ist mit einem Rückstand von sechs Punkten Tabellenzweiter.
Mirko Bortolotti wurde siebenter, Lucas Auer erreichte noch Rang elf.
Beim zweiten Lauf ging Maro Engel von der Poleposition in das Rennen vor Ricardo Feller und Jules Gounon.
Preining startete von der sechsten, Bortolotti von der achten und Auer von der neunten Position.
Vor dem Start hatte die Reifenwahl höchste Priorität.
Trotz teilweise nasser Fahrbahn entschieden sich die meisten Fahrer für den Pirelli-Slick – die richtige Entscheidung, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte.
Doch zu Beginn übernahm Bastian Buus, der von Position fünf aus mit Regenreifen ins Rennen gegangen war, die Führung. Es folgte Pole-Setter Engel vor Dörr, der einen Platz gutmachen konnte.
In Runde fünf attackierte Dörr:
Der McLaren-Pilot zog zunächst an Engel, dann an Buus vorbei, der anschließend auf abtrocknender Strecke zurückfiel. Hinter dem Führungsduo rückten Kelvin van der Linde, Preining und Feller auf die Plätze drei bis fünf vor. Vor dem ersten Pflicht-Boxenstopp hatte Spitzenreiter Dörr einen Vorsprung von über zehn Sekunden, den er danach weiter ausbaute. Porsche-Werksfahrer Preining kletterte auf Rang zwei, gefolgt von Feller und Matteo Cairoli der sich im Ferrari 296 GT3 Evo um zehn Positionen verbessert hatte.
Nach dem zweiten Reifenwechsel blieb Dörr souverän vorn, ehe das Safety-Car kurz vor Schluss gleich zweimal in kurzen Abständen ausrückte. Zunächst kollidierten Jules Gounon und Nicki Thiim miteinander – beide mussten das Rennen vorzeitig beenden.
Danach schob Engel den vor ihm auf Rang fünf liegenden van der Linde in den Kies, was für den Tabellenzweiten eine nachträgliche 15-Sekunden-Strafe zur Folge hatte.
Obwohl Spitzenreiter Dörr durch den Safety-Car-Einsatz seinen großen Vorsprung einbüßte, blieb er nach dem Re-Start cool und wurde nach 39 Runden als Sieger abgewunken. Preining, Feller und Cairoli folgten auf den Positionen zwei bis vier. Lucas Auer kämpfte sich von Rang acht auf Platz fünf vor.
Marco Wittmann gelang eine eindrucksvolle Aufholjagd. Der BMW-Pilot machte zehn Positionen gut und wurde Sechster.
Thomas Preining: „Nach einem durchwachsenen Qualifying so zurückzuschlagen, ist Weltklasse! Ich konnte mich schon im ersten Rennabschnitt bei schwierigen Mischbedingungen um mehrere Plätze verbessern. Dazu kamen zwei super Boxenstopps. In der Schlussphase wurde es nochmal hektisch, nach beiden Safety-Car-Phasen konnte ich aber meinen zweiten Platz verteidigen.“
Ergebnis, 13. Meisterschaftslauf, Sachsenring
1. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport)
2. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,450 Sekunden
3. Thomas Preining (A/Manthey), +3,684 Sekunden
4. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), +14,991 Sekunden
5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +15,265 Sekunden
Ergebnis, 14. Meisterschaftslauf, Sachsenring
1. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)
2. Thomas Preining (A/Manthey), +1,219 Sekunden
3. Ricardo Feller (CH/Manthey), +2,021 Sekunden
4. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), +2,293 Sekunden
5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +3,565 Sekunden
Fahrerwertung nach 14 von 16 Meisterschaftsläufen
1. Thomas Preining (A/Manthey), 197 Punkte
2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 174 Punkte
3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), 173 Punkte
Quelle: ADAC Motorsport/Redaktion