Festival of Speed – Goodwood
Festival of Speed in Goodwood © Alfred RaidlDas Festival of Speed in Goodwood ist ein Treffpunkt für Motorsport-Enthusiasten aus aller Welt.
Seit 1993 lädt Lord March zu dieser einzigartigen Veranstaltung, etwa 185.000 Interessenten aus aller Welt folgten dieses Jahr seinem Aufruf. Denn es ist einfach für jeden etwas dabei: Rennwagen aus der Ur-Zeit des Motorsports bis zu den aktuellen Formel 1-Rennwagen, Rennmotorräder, Tourenwagen, Indy-Cars, Nascars, auch der aktuelle Le-Mans-Siegerwagen und vieles mehr. Insgesamt 400 Rennwagen aus allen Epochen des Motorsports, die von den stolzen Besitzern oder von ehemaligen Motorsportgrößen wie Sir Stirling Moss oder John Surtees bewegt wurden.
Auch Autogrammsammler kamen auf ihre Rechnung. Nirgendwo sonst kommen die Fans den Fahrern, wie zB Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen, Jenson Button, näher als in Goodwood. Insgesamt etwa 200 ehemalige oder aktive Rennfahrer standen auf der Teilnehmerliste, die sich wie das „Who is who“ des Motorsports liest: Giacomo Agostini, Richard Petty, Al Unser, Damon Hill, Emerson Fittipaldi, Sir Jackie Stewart und viele andere mehr.
John Surtees stellte auch sein neues Buch vor, das zugunsten der von ihm ins Leben gerufenen Henry-Surtees-Foundation verkauft wurde. Hunderte Verkaufsstände von Büchern, Fotos, Motorsportutensilien, Memorablia und andere Motorsport-Fanartikel sorgten dafür, dass für jeden Fan etwas dabei ist.
Themenschwerpunkt war heuer unter anderem das 100-jährige Bestehen der Traditionsmarke Maserati. Deswegen gab es zahlreiche alte und neue Maserati-Modelle zu bestaunen.
Auch Rallye-Fans kamen nicht zu kurz: Eine eigene, etwa 2 km lange Rallye-Stage sorgte für Rallye-Sonderprüfung-Feeling, wo man den Rallye-Stars wie Sebastien Loeb, Dani Sordo und Alister McRae bei der Arbeit zu schauen konnte. Aber auch ehemalige Stars wie der Sieger der Monte-Carlo-Rallye 1968, Björn Waldegard, Paddy Hopkirk und Hannu Mikkola waren zugegen.
Die traditionelle Auktion von Bonhams am Freitag brachte insgesamt einen Versteigerungserlös von 22,6 Millionen engl. Pfund. Herausragend war der ex-Scuderia 1954 Ferrari 375-plus mit über 10,7 Pfund.
Auch für Freunde von Luxus-Cars abseits der Rennstrecke wurden Einiges geboten: So wurde den Besuchern der Ferrari F12-TRS vorgestellt, ein Einzelstück mit einem Verkaufspreis von Euro 3,6 Millionen. Zudem konnte man sogar zwei Koenigsegg Agera One mit über 1.300 PS bestaunen.
Zur weiteren Unterhaltung der Gäste sorgte täglich ein Show-Programm der „Red Arrows“, der berühmten englischen Kunstflug-Staffel. Aber auch der Eurofighter und die in England sehr populäre Vulcan sorgten für eindrucksvolle Erlebnisse.
Eine beeindruckende Organisation und herrliches Wetter sorgten für ein unvergessliches Erlebnis für die anwesenden Motorsportfans. Wer Interesse hat, das Festival of Speed in Goodwood im nächsten Jahr zu besuchen ist gut beraten, bereits jetzt Unterkunft und Tickets zu buchen, denn bei diesem Interesse von Zuschauern, Teilnehmern und Ausstellern sind die wenigen Hotels in der Umgebung schnell ausgebucht. Natürlich war auch die Veranstaltung in diesem Jahr wieder ausverkauft. Die Dimension dieser Traditionsveranstaltung kann man sich nur vorstellen, wenn man einmal selbst vor Ort war.
Bericht & Fotos: Alfred Raidl
- Jordi Gene © Alfred Raidl
- John Surtees © Alfred Raidl
- 1978 Alpine-Renault A442B © Alfred Raidl
- Rowan Atkinson (Mr. Bean) in der Mitte, daneben Sally Gunnell und Sir Chris Hoy © Alfred Raidl



