Öffnen
next prev

FIA WEC: Alexander Wurz beendet seine Karriere

Motorsport allgemein, Sportwagen

Alexander Wurz © Rudolf BeranekAlexander Wurz © Rudolf Beranek

Der 41-jährige Niederösterreicher gab seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport nach dem Sechs-Stunden-Rennen von Bahrain bekannt.

Der Finallauf der FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft 2015 wird somit für Wurz das Abschiedsrennen werden.

Wurz war der erste Fahrer, den Toyota 2011 nach der offiziellen Bekanntgabe des Einstiegs in die WEC unter Vertrag nahm. Er war es auch, der dem Team dann die erste Pole Position und den ersten Sieg bescherte, beides 2012 in Brasilien beim erst dritten Renneinsatz des Teams.

In seinen vier Saisonen mit Toyota spielte der zweifache Le Mans-Sieger eine entscheidende Rolle in der technischen Entwicklungsarbeit und trug auch maßgeblich zur Entwicklung des gesamten Teams bis hin zum ernsthaften Herausforderer im Langstreckensport bei.

Vor dem Saisonfinale in Bahrain kann Wurz auf 27 WEC-WM-Läufe mit Toyota zurückblicken, wovon er fünf gewinnen und insgesamt elf Mal aufs „Treppchen“ klettern konnte.

Seine größten Erfolge feierte Wurz bei den Prototypen jedoch mit den Siegen 1996 mit Porsche und 2009 mit Peugeot bei den 24 Stunden von Le Mans.

Toshio Sato, Team Präsident: “Alex war seit den Anfängen im Jahre 2011 ein fundamentaler Teil unserer Mannschaft. In dieser Zeit erlebten wir gemeinsam fantastische Momente. Ich bin sicher, dass dieser erste gemeinsame Sieg in Sao Paulo allen im Team noch lange, lange in Erinnerung bleiben wird. Ich möchte ihm für seinen Beitrag zu unserem WEC-Projekt aufrichtig danken. Sein technischer Input, seine Motivation und seine Fähigkeiten waren für uns von unermesslichem Wert. Es ist zwar traurig, wenn ein allseits respektierter und erfolgreicher Fahrer sich aus dem aktiven Rennsport zurückzieht, aber wir wünschen Alex nur das Allerbeste auf seinem weiteren Weg.”

Alexander Wurz – Karrieredaten:

Geboren: 15. Februar 1974, Waidhofen an der Thaya,
Wohnsitz: Monaco
Familienstand: verheiratet mit Julia, 3 Kinder (Felix, Charlie und Oscar)

1986 BMX Weltmeistermeisterschaft – 1.
BMX Europameisterschaft – 2.
1989 Österreichische Kartmeisterschaft: 2.
1991 European Formula Ford Cup: 2.
Österreichische Formel Ford Meisterschaft: 2.
1992 European Formula Ford Cup: 1.
Österreichische Formel Ford Meisterschaft: 1.
Deutsche Formel Ford Meisterschaft: 1.
1993 Österreichische Formel 3 Meisterschaft: 1
1994 Deutsche Formel 3 Meisterschaft: 2. – 3 Siege
1995 Deutsche Formel 3 Meisterschaft: 6.
1996 24 Stunden Le Mans (Team Joest): 1.
ICC – International Touring Car Championship (Opel): 16.
1997 Formel 1 (Benetton): 14.
FIA GT Championship (AMG Mercedes): 10. – 1 Sieg
1998 Formel 1 (Benetton): 8.
1999 Formel 1 (Benetton): 13
2000 Formel 1 (Benetton): 15.
2001-05 Formel 1 (McLaren): 3. Fahrer
2005 Formel 1 (McLaren): 17. (1 Rennen)
2006 Formel 1 (Williams): 3. Fahrer
2007 Formel 1 (Williams): 11.
2008 Formel 1 (Honda): Ersatzfahrer
2009 24 Stunden Le Mans (Peugeot): 1.
Formel 1 (Brawn GP): Testfahrer
2010 24 Stunden Le Mans (Peugeot): Ausfall
12 Stunden Sebring (Peugeot): 1.
2011 24 Stunden Le Mans (Peugeot): 4.
Le Mans Series (Peugeot): 2 Siege
Petit Le Mans (Peugeot): 1.
2012 24 Stunden Le Mans (Toyota): Ausfall
World Endurance Championship – WEC (Toyota): 3. – 3 Siege
2013 24 Stunden Le Mans (Toyota): 4.
World Endurance Championship – WEC (Toyota) 4. – 1 Sieg
2014 24 Stunden Le Mans (Toyota): Ausfall
World Endurance Championship – WEC (Toyota): 5. – 1 Sieg
2015 24 Stunden Le Mans (Toyota): 8.

Quelle: Toyota