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FIA WEC: Alexander Wurz feiert Podium in Shanghai

Sportwagen

Rang zwei für Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima © Rudolf BeranekRang zwei für Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima © Rudolf Beranek

Toyota feierte den zweiten Doppelsieg in Folge in der FIA WEC.

Anthony Davidson und Sébastien Buemi errangen einen überlegenen Sieg im Toyota TS040 HYBRID, mit diesem vierten Triumph in dieser Saison bauten die beiden ihre Führung in der WM-Fahrerwertung auf 42 Punkte aus. Komplettiert wurde der Erfolg durch Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima mit einem zweiten Platz.

TOYOTA hat damit die Führung in der WM-Konstrukteurs-Wertung bei zwei noch ausstehenden WM-Läufen in dieser Saison auf 29 Zähler ausgebaut.

Das Rennen begann bei strahlendem Sonnenschein mit Sébastien und Alex zunächst auf der zweiten bzw. vierten Position, bis ein böser Crash zwischen Gianmaria Bruni und Alexandre Imperatori das Rennen zunächst neutralisierte.

Während sich das Feld hinter dem Safety Car einreihte kamen beide Toyota sofort zu einem Reifenwechsel und zum Nachtanken an die Box, was einen späten Stopp gegen Rennende ersparen würde.

Als das Rennen nach 25 Minuten wieder frei gegeben wurde, lag Alex Wurz in seinem TS040 HYBRID vor Sébastien Buemi, der ein weiteres Mal stoppen musste, da die Betankung an seinem Auto zuvor nicht einwandfrei funktioniert hatte.

Dennoch holte Buemi den Österreicher anschließend ein und überholte ihn, als beide schon in den Top 6 unterwegs waren und die Führenden einholten, denen zudem ein Boxenstopp mehr bevorstand. Buemi fuhr eine Bestzeit nach der anderen und als er an Anthony Davidson übergab, lag der Toyota bereits in Führung. Wurz lag dicht dahinter, nachdem ihm vor der Übergabe noch zwei entscheidende Überholmanöver gelungen waren.

Als Buemi das letzte Mal an Davidson übergab, hatte man bereits das gesamte Feld überrundet, mit Ausnahme des zweiten Toyota. Toyota wollte ab diesem Zeitpunkt nur beide Autos ins Ziel bringen und den dritten Doppelsieg der Saison sicher stellen.

Dritter Podestplatz für den Porsche 919 Hybrid in der ersten Saison

Der Porsche 919 Hybrid hat zum dritten Mal ein Rennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft mit einem Podiumsplatz beendet. Romain Dumas/Neel Jani/Marc Lieb fuhren von der Poleposition auf den dritten Rang. Das Schwesterauto von Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber erreichte das Ziel auf Platz sechs. Ein Reifenschaden in Runde 33 hatte dieses Trio weit zurück geworfen.

Audi hatte keine Chance den Vorjahressieg zu wiederholen. Bereits im Qualifying hatte sich abgezeichnet, dass der R18 e-tron quattro in engen Kurven und auf langen Geraden nicht sein ganzes Potenzial entfalten kann. Dennoch entwickelte sich ein spannender Kampf mit dem Porsche Nummer 14 um einen Platz auf dem Podium. Audi blieb dank einer geglückten Rennabstimmung und guter fahrerischer Leistungen lange Zeit in Schlagdistanz des Gegners. Ein zusätzlicher Boxenstopp zum Nachtanken kurz vor Rennende ließ dem Audi-Team allerdings keine Chance auf einen Pokal.

Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer lagen lange auf dem fünften Rang. Ein taktisch vorgezogener fünfter Boxenstopp verschaffte den Weltmeistern von 2012 allerdings einen Vorteil vor dem Schwesterauto und sie erreichten den vierten Rang.Di Grassi/Duval/Kristensen komplettierten das Mannschaftsergebnis von Audi in China als Fünfte.

Richard Lietz Zweiter im Reich der Mitte

Richard Lietz belegte zusammen mit Jörg Bergmeister den zweiten Platz in der hart umkämpften Klasse GTE-Pro. In einem spannenden Sechsstundenrennen mussten sie nur ihren Teamkollegen Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet den Vortritt lassen.

Richard Lietz: „Das war ein sehr hartes Rennen mit einem tollen Erfolg für Porsche. Wir mussten uns unsere Reifen gut einteilen und haben deshalb am Anfang nicht ganz so viel Druck gemacht. Das ganze Team hat toll gearbeitet, die Mechaniker haben superschnelle Boxenstopps hinbekommen. Erster und Zweiter – das ist ein Traumergebnis, das uns für den Rest der Saison noch weiter beflügeln wird. Jetzt freue ich mich auf Bahrain.“

Ergebnis 6. Stunden Rennen von Shanghai:

1. LMP1 Anthony DAVIDSON, Sébastien BUEMI, Toyota TS 040 – Hybrid – 6:01’15.319
2. LMP1 Alexander WURZ, Stéphane SARRAZIN, Kazuki NAKAJIMA – Toyota TS 040 – Hybrid – 6:02’27.883
3. LMP1 Romain DUMAS, Neel JANI, Marc LIEB Porsche 919 Hybrid 6:01’28.933
4. LMP1 Marcel FÄSSLER, André LOTTERER, Benoit TRÉLUYER, Audi R18 e-tron quattro – 6:02’37.510
5. LMP1 Lucas DI GRASSI, Loïc DUVAL, Tom KRISTENSEN, Audi R18 e-tron quattro – 6:02’49.047
6. LMP1 Timo BERNHARD, Mark WEBBER, Brendon HARTLEY, Porsche 919 Hybrid – 6:01’34.312
7. LMP1 Nicolas PROST, Nick HEIDFELD, Mathias BECHE, Rebellion R-One – Toyota – 6:01’49.321
8. LMP1 Dominik KRAIHAMER, Andrea BELICCHI, Fabio LEIMER, Rebellion R-One – Toyota – 6:02’28.927
9. LMP2 Roman RUSINOV, Olivier PLA, Julien CANAL Ligier JS P2 – Nissan – 6:02’36.817
10. LMP2 Scott SHARP, Ryan DALZIEL, Ricardo GONZALEZ, HPD ARX 03B – Honda – 6:01’25.596
14. LMP1 Pierre KAFFER, Lucas AUER, CLM P1/01 – AER – 6:02’08.347