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FIA WEC: Audi ließ in Silverstone zu früh die Korken knallen

Motorsport allgemein

Porsche vorerst Sieger in Silverstone © Porsche AGPorsche vorerst Sieger in Silverstone © Porsche AG

Der neue Audi R18 gewann nach einem spannenden Kampf mit Porsche in Silverstone bei seinem ersten Renneinsatz.

Nach den Startplätzen eins und zwei im Zeittraining kämpften beide Audi-Fahrermannschaften ab der ersten Runde um die Spitze. André Lotterer behauptete nach dem Start 16 Runden lang die Führung. Kürzere Boxenstopps der Konkurrenz bedeuteten, dass der Deutsche ein wenig Boden verlor und bis auf Platz drei zurückfiel. Als Benoît Tréluyer das Cockpit übernahm, kämpfte er sich in der von Gelbphasen geprägten Rennmitte bis an die Spitze zurück. Marcel Fässler fuhr den Audi R18 in der Schlussphase und baute rasch einen Vorsprung von mehr als zehn Sekunden auf. Wie bereits im Vorjahr kämpfte der Schweizer mit seinem Landsmann Neel Jani im Porsche um den Sieg in Silverstone – und behielt vorerst erneut die Nase vorn.

Nach dem Rennen kam für Audi die böse Überraschung.

Die Kommissare haben nach der technischen Nachuntersuchung einen Report des technischen Delegierten erhalten, wonach der vordere Skid Block des R18 mit der Startnummer 7 nicht dem Artikel 3.5.6. a3 des technischen Reglements der LMP1-Klasse entspricht. Das Audi Sport Team Joest hat Berufung gegen die Entscheidung eingelegt, die Startnummer 7 aus der Wertung auszuschließen. Damit wird das Rennergebnis von einer sportgerichtlichen Entscheidung abhängen.

In der Klasse LMP 1 landete der Salzburger Dominik Kraihamer mit seinen Partnern Mathéo Tuscher/Alexandre Imperatori im Rebellion R-One-AER vorerst auf dem ausgezeichneten Rang drei.

Mathias Lauda/Paul Dalla/Lana/Pedro Lamy im Aston Martin Vantage V8 landeten auf dem zweiten Rang in der Klasse LMGTE AM. Klaus Bachler/David Heinermeir Hansson/Khaled Al Qubaisi wurden in dieser Klasse fünfte.

Richard Lietz/Michael Christensen konnten im Porsche 911 RSR nur den sechsten Platz in der Klasse LMGTE Pro einfahren.

Richard Lietz zum Rennen:

„So hatte ich mir den Saisonauftakt in Silverstone nicht vorgestellt. Vor allem im Sechsstundenrennen der WEC hatten wir die Chance auf eine Podiumsplatzierung. Wir waren Zweiter, als wir überraschend an die Box mussten und zurückgeworfen wurden. Damit war das Rennen für uns gelaufen. Trotzdem – unser 911 RSR war sehr gut abgestimmt und schnell. Das macht mich trotz der Enttäuschung sehr zuversichtlich für die nächsten Rennen.“

Vorläufiges Ergebnis – 6 Stunden von Silverstone:

1. Dumas/Jani/Lieb (Porsche)
2. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) –1 Rd.
3. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion) – 11 Rd.
4. Heidfeld/Piquet/Prost (Rebellion) – 13 Rd.
5. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) – 15 Rd.
6. Cumming/Dalziel/Derani (Ligier-Nissan) – 15 Rd.
7. Berthon/Rast/Rusinov (Oreca-Nissan) – 15 Rd.
8. Lapierre/Menezes/Richelmi (Alpine-Nissan) – 16 Rd.
9. Kane/Leventis/Watts (Gibson-Nissan) – 17 Rd.
10. Rao/Bradley/Merhi (Oreca –Nissan) – 17 Rd.