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FIA WEC: Audi siegt auch in Spa-Francorchamps

Sportwagen

Audi auf dem Weg zum Sieg © Rudolf BeranekAudi auf dem Weg zum Sieg © Rudolf Beranek

Nach dem Saisonauftakt der FIA WEC in Großbritannien war Audi auch in Belgien unschlagbar vor 54.000 Zuschauer auf der Achterbahn in den Ardennen.
André Lotterer übernahm in der vierten Rennstunde die Führung. Danach gab es einen spannenden Kampf um Platz eins, in dem je nach Boxenstopps die Führung wechselte. In der Endphase spitzte sich der Kampf zu: 90 Minuten vor Schluss übernahm Benoît Tréluyer Platz eins von Porsche-Pilot Marc Lieb. Die Ziellinie überquerte der Franzose mit 13,424 Sekunden Vorsprung. „Was für ein Rennen“, freute sich Tréluyer. „Wie schon in Silverstone war es harte Arbeit bis zum Schluss, aber es hat großen Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf Le Mans.“

Porsche erzielte die Plätze zwei und drei

Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb kamen in Spa nach Silverstone erneut als Zweite ins Ziel. Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber waren von der Poleposition gestartet, wurden durch eine Zeitstrafe und einen Defekt zurückgeworfen und kämpften sich wieder auf Platz drei nach vorn. Der erstmals eingesetzte dritte Porsche 919 Hybrid mit Earl Bamber, Nico Hülkenberg und Nick Tandy waren von Platz zwei gestartet und verloren durch eine Kollision mit anschließender Reparatur an Boden. Sie holten vom Ende des Feldes bis auf Platz sechs auf.

Toyota erlebte ein Wochenende zum Vergessen

Die Probleme bei Toyota begannen schon am Donnerstag, als sich Kazuki Nakajima bei einem Trainingsunfall auf regennasser Piste einen Wirbel brach.

Mit einem Rückstand auf Audi und Porsche, der größer ausfiel als erwartet, geriet das Rennen zu einer Schadensbegrenzung. Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway erzielten in ihrem TS040 HYBRID mit Rang fünf noch das beste Resultat, während die Weltmeister Anthony Davidson und Sébastien Buemi mit technischen Problemen zu kämpfen hatten und am Ende über Rang acht nicht hinauskamen.

Alex Wurz: „Das war ein schweres Rennen, weil wir einfach nicht die nötige Pace hatten. Ich hatte aber ein paar schöne Zweikämpfe. Aber nun müssen wir im Team hart arbeiten, damit wir uns verbessern können.“

Ähnlich erging es dem österreichischen Team byKolles. Bereits in den Trainingssitzungen gab es eine Menge technischer Probleme. Im Rennen schaffte man lediglich 46 Runden. Ob Christian Klien in Le Mans im Cockpit des CLM P1/01 – AER sitzen wird ist offen.

In der Klasse LMGTE Pro siegten Alex MacDowall, Fernando Rees, Richie Stanaway im Aston Martin Vantage V8. Richard Lietz und Frédéric Makowiecki erbten Rang zwei, da Gianmaria Bruni/Toni Vilander im AF Corse Ferrari 458 Italia wegen eines Boxenfehlers eine Stop and Go Strafe von einer Minute ausfassten.

Mathias Lauda stand in der Klasse LMGTE-Am am obersten Podest

Paul Dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda siegten in der Klasse LMGTE Am. Klaus Bachler, Christian Ried und Khaled Al Qubaisi landeten auf Rang vier.

Ergebnis – FIA WEC – Sechsstundenrennen von Spa-Francorchamps:

1. Fässler/Lotterer/Tréluyer (CH/D/F), Audi R18 e-tron quattro, 176 Runden
2. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche 919 Hybrid, – 13,424 s
3. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche 919 Hybrid, – 1 Runde
4. Albuquerque/Bonanomi/Rast (P/I/D), Audi R18 e-tron quattro, – 2 Runden
5. Wurz/Sarrazin/Conway (A/F/GB), Toyota TS040 Hybrid, – 3 Runden
6. Bamber/Hülkenberg/Tandy (NZ/D/GB), Porsche 919 Hybrid, – 3 Runden
7. Di Grassi/Duval/Jarvis (BRA/F/GB), Audi R18 e-tron quattro, – 8 Runden
8. Davidson/Buemi (GB/CH), Toyota TS040 Hybrid, – 14 Runden

FIA WEC, Stand nach 2 von 8 Läufen, Fahrer:

1. Lotterer/Tréluyer/Fässler (D/F/CH), Audi, 50
2. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche, 36
3. Conway/Sarrazin/Wurz/ (GB/F/A), Toyota, 22
4. Davidson/Buemi (GB/CH), Toyota, 19
5. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche 17
6. Di Grassi/Duval/Jarvis (BRA/F/GB), Audi, 16
7. Nakajima (J), Toyota, 15
8. Albuquerque/Bonanomi/Rast (P/I/D), Audi, 12
9. Tandy (GB), 10
10. Bird/Canal/Rusinov (GB/F/RUS), G-Drive, 8,5
11. Bamber/Hülkenberg (NZ/D), Porsche, 8

Fotos: © Rudolf Beranek