FIA WEC: Audi siegt beim Klassiker in Spa-Francorchamps
Sieg für Lucas di Grassi, Loïc Duval, Oliver Jarvis in Spa © Audi SportDer WEC – Lauf in den belgischen Ardennen war der spannendste seit langem.
Zu unterschiedlichen Zeitpunkten des 6-Stunden-Rennens lag jede der drei Marken mindestens einmal mit deutlichem Vorsprung an der Spitze, doch die Hitze und ein ereignisreicher Rennverlauf forderten ihren Tribut. Lucas di Grassi begann das Rennen bevor Teamkollege Loïc Duval und später Oliver Jarvis das Cockpit übernahmen. Nach sechs Rennstunden mit mehreren Gelbphasen, vielen Sportstrafen, Unfällen und technischen Defekten im Starterfeld feierte das Trio seinen ersten gemeinsamen Sieg. Di Grassi freute sich über seine allererste Siegertrophäe mit Audi, während Jarvis in der Vergangenheit bereits ein und Duval schon vier Sportwagenrennen mit Audi gewonnen hat.
Porsche kämpfte mit dem Hybridsystem
Trotz Schwierigkeiten mit dem Hybridsystem brachte das Trio Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb den Porsche 919 auf Platz zwei ins Ziel und konnte seine Tabellenführung in der Fahrerwertung ausbauen. Das Schwesterauto von Timo Bernhardt, Brendon Hartley und Mark Webber stand nach zwei Reifenschäden über anderthalb der sechs Rennstunden in der Box für Reparaturen und wurde schließlich noch als Fünfter in der LMP1-H-Klasse gewertet.
Motorenprobleme bei Toyota
Nach vier Stunden Rennzeit lag Toyota, komfortabel in Front und alles deutete auf Sieg, den ersten seit 2014 hin. Doch Motorenprobleme warfen beide TS050 Hybrid aus dem Wettbewerb. Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima wurde als 26. gewertet, holte aber immerhin noch 12 Punkte für die Marken-WM. Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi, musste aufgeben.
Durch die Probleme bei den Werksteams kam der Rebellion R-One AER mit Dominik Kraihamer, Mathéo Tuscher, Alexandre Imperatori auf den sensationellen dritten Rang und auf das Podest.
In der Klasse LMGTE-Pro belegten Richard Lietz/Michael Christensen im Porsche 911 RSR den vierten Rang.
Mathias Lauda, Paul Dalla Lana und Pedro Lamy siegten mit dem Aston Martin Vantage V8 in der Klasse LMGTE-AM.
Ergebnis – FIA WEC – Sechsstundenrennen von Spa-Francorchamps:
1. Di Grassi/Duval/Jarvis (BR/FR/GB), Audi R18, 160 Runden
2. Dumas/Jani/Lieb (FR/CH/DE), Porsche 919 Hybrid, – 2 Rnd.
3. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (CH/AT/CH), Rebellion R-One AER, – 4 Rnd.
4. Heidfeld/Piquet jr./Prost (DE/BR/FR), Rebellion R-One AER, – 5 Rnd.
5. Fässler/Lotterer/Tréluyer (CH/DE/FR), Audi R18, – 5 Rnd.
6. Rossiter/Trummer/Webb (GB/CH/GB), CLM P1/01 AER, – 9 Rnd.
Fahrer-WM-Wertung nach zwei von neun Läufen:
1. Dumas/Jani/Lieb (FR/CH/DE), Porsche, 43 Punkte
2. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (CH/AT/CH), Rebellion, 30 Punkte
3. Di Grassi/Duval/Jarvis (BR/FR/GB), Audi, 25 Punkte
4. Heidfeld/Piquet jr./Prost (DE/BR/FR), Rebellion, 24 Punkte
5. Conway/Kobayashi/Sarrazin (GB/JP/FR), Toyota, 18 Punkte
6. Cumming/Dalziel/Derani (CD/GB/BR), Extreme Speed Motorsport, 12 Punkte