FIA WEC: Audi siegt beim Saisonauftaktrennen in Silverstone
Audi R18 e-tron quattro siegt in Silverstone © Audi SportAudi Sport ist ein guter Start in die neue Saison in Silverstone gelungen.
Beim Saisonauftakt der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC in Silverstone siegte der Audi R18 e-tron quattro von Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer nach spannenden sechs Stunden, in denen die Führung immer wieder wechselte und hart umkämpft war.
Wenn das 6-Stunden-Rennen in Großbritannien ein Vorgeschmack auf die Saison war, dann dürfen sich die Motorsportfans auf ein aufregendes Jahr der WEC freuen: Fast über die gesamte Distanz lieferten sich Audi, Toyota und Porsche einen Dreikampf mit zahlreichen Überholmanövern und Tür-an-Tür-Positionskämpfen. Im Ziel hatte der Hybrid-Sportwagen Audi R18 e-tron quattro mit der Startnummer „7“ die Nase vorn und entschied das Rennen mit einem Vorsprung von 4,610 Sekunden für sich. Das Schwesterauto von Lucas di Grassi, Loïc Duval und Oliver Jarvis belegte nach zwei unplanmäßigen Boxenstopps den fünften Platz.
Das Trio Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb holten den ersten Pokal mit dem neuen Porsche 919 Hybrid. Sie legten sie mit dem LMP1-Prototypen mit der Startnummer 18 in sechs Stunden exakt 201 Runden zurück und kamen als Zweite ins Ziel.
In den ersten anderthalb Stunden konnten die beiden Porsche 919 Hybrid mit einer Doppelführung glänzen. Mark Webber war mit dem Nummer-17-Schwesterauto von der Poleposition gestartet und hatte sich bereits einen soliden Vorsprung erarbeitet, als ihn ein Getriebeproblem zur Aufgabe zwang. Daraufhin übernahmen Dumas/Jani/Lieb zunächst die Spitze, musste sich aber später nach packenden Duellen um lediglich 4,6 Sekunden dem Sieger geschlagen geben.
Für TOYOTA Racing endete der Saisonauftakt mit einem Podestplatz. Die Weltmeister von 2014 bekamen es in Silverstone mit dem seit dem Vorjahr, als man noch einen Doppelsieg herausfahren konnte, deutlich erstarkter Konkurrenz zu tun, aber man brachte immerhin beide Autos ins Ziel. Der TS040 HYBRID mit der Startnummer 1, mit Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima am Steuer, kämpften zeitweilig um den Sieg mit und kamen auf dem dritten Platz mit 14,816 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Audi. Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway landeten mit dem zweiten Toyota TS040 Hybrid auf dem vierten Platz.
Christian Klien wechselte vor Ort das Team, da sein ursprüngliches Team Sard Morand die Nennung zurückzog. Beim Team by Kolles, welches unter österreichischen Farben fährt, hatte man einen Fahrerbedarf, da einer von den Stammpiloten wegen eines Pilotenstreiks in Frankreich sitzen geblieben ist. Aus diesem Grund ist Klien bei Kolles eingesprungen. Der CLM P1/01 hatte noch viele Kinderkrankheiten und dadurch lange Boxenaufhalte. Klien drehte sich rund 2 Stunden vor Rennende und schied aus.
Besser erging es Richard Lietz in der Klasse LMGTE Pro. Mit seinem Partner Michael Christensen erzielte der Niederösterreicher den zweiten Rang im Porsche 911 RSR hinter Gianmaria Bruni/Toni Vilander im Ferrari F458 Italia.
Mathias Lauda siegte in der Klasse LMGTE Am mit seinen Partnern Pedro Lamy und Paul Dalla Lana im Aston Martin Vantage V8.