FIA WEC: Erster Sieg für Porsche unter dramatischen Umständen
Sieg für Dumas, Jani, Lieb in Interlagos © Rudolf BeranekDas Porsche Team feierte hat beim letzten Lauf zur FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft in São Paulo den ersten Sieg.
Das Trio Romain Dumas, Neel Jani, und Marc Lieb sicherte den Marke aus Zuffenhausen den ersten Sieg. Gleichzeitig mit dem größten Erfolg der Debütsaison erlebte das Team seinen größten Schreckmoment, als Mark Webber mit dem Schwesterauto eine knappe halbe Stunde vor Ende des Sechsstundenrennens verunfallte. Der Australier, der sich den Le-Mans-Prototypen mit Timo Bernhard und Brendon Hartley teilt, war aus ungeklärter Ursache in der letzten Kurve vor Start und Ziel an Position sechs fahrend gegen die Streckenbegrenzung geprallt. Aus dem Medical Centre an der Rennstrecke erhielt das Team vorbehaltlich weiterer Untersuchungen die Auskunft, dass er sich nicht schwerwiegend verletzt hat. Hierfür wurde Mark Webber in ein Krankenhaus in São Paulo gebracht. Neel Jani beendete das Rennen hinter dem Safety Car als Erster.
Toyota gewinnt die Fahrer- und Konstrukteurswertung
Im letzten Rennen der Saison konnte der TS040 HYBRID mit Anthony Davidson und Sébastien Buemi durch die Safety Car-Phase am Rennende nicht noch einmal angreifen und belegten den zweiten Rang.
Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway wurden durch eine Durchfahrtsstrafe zurück geworfen und landeten auf Rang vier. In der Fahrer-WM rutschten Wurz und Sarrazin auf den fünften Rang ab.
Emotionales Finale für Audi
Audi freute sich in Brasilien über ein versöhnliches Ergebnis beim Finale zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Der Marke mit den Vier Ringen gelang in São Paulo das sechste Podiumsergebnis der Saison. Damit sicherte sich Tom Kristensen in seinem letzten Profi-Rennen noch einmal einen Pokal. Audi schloss das Jahr auf Platz zwei in der Herstellerwertung ab, während Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer (CH/D/F) Vize-Weltmeister in der Fahrerwertung wurden. Das Trio kämpfte sich nach einer sehenswerten Aufholjagd im Audi R18 e-tron quattro Nummer 2 vom letzten bis auf den fünften Platz nach vorn.
Richard Lietz beendet die Saison auf Rang 6 in der Klasse GTE-Pro
Für Richard Lietz ging in Sao Paulo eine Saison mit Höhen und Tiefen zu Ende. Beim Saisonfinale der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC belegte er im Porsche 911 RSR den sechsten Platz in der stark besetzten Klasse GTE-Pro. Für den Sieger des Auftaktrennens in Silverstone und seinen Teamkollegen Jörg Bergmeister stand das Rennen im Autodromo José Carlos Pace unter keinem guten Stern: Erst wurden sie durch einen schleichenden Plattfuß zurückgeworfen, später kostete eine Stop-and-Go-Strafe zusätzlich Zeit. Ein Trost für Richard Lietz: Obwohl er nicht bei allen WEC-Rennen am Start war, wurde er in der GT-Fahrerwertung dank seiner konstant guten Leistungen starker Dritter.
Richard Lietz: „Im letzten Saisonrennen nur Sechster zu werden haben wir sicherlich nicht verdient. Wir waren deutlich schneller, haben eine bessere Performance gezeigt und auch besser gekämpft, als das in diesem Ergebnis zum Ausdruck kommt. Dazu kam auch noch das Pech mit der Gelbphase, die unsere Konkurrenten zum Boxenstopp nutzen konnten, ohne viel Zeit zu verlieren – wir leider nicht. Doch so ist das nun mal im Rennsport – mal hast du Glück, mal Pech. Trotzdem freue ich mich über meinen dritten Platz in der Fahrerwertung. Alles in allem war das durch diesen Erfolg ein versöhnlicher Saisonabschluss“
Klaus Bachler, Christian Ried und Khaled Al Qubaisi landeten auf dem 16 Gesamtrang und in der Klasse LMGTE-Am auf Rang vier.
Dominik Kraihamer, Andrea Belicchi, Fabio Leimer kamen mit den Rebellion R-One – Toyota auf Rang 18 und Lucas Auer, Pierre Kaffer mit dem Lotus CLM P1/01 – AER auf Rang 25 in das Ziel.
Top-Five – FIA-WEC 6 Stunden Rennen von São Paulo – Interlagos
1. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche 919 Hybrid, 249 Runden
2. Davidson/Buemi (GB/CH), Toyota TS040 Hybrid, – 0,170 s
3. Di Grassi/Duval/Kristensen (BRA/F/DK), Audi R18 e-tron quattro, – 1 Runde
4. Wurz/Sarrazin/Conway (A/F/GB), Toyota TS040 Hybrid, – 1 Runde
5. Fässler/Lotterer/Tréluyer (CH/D/F), Audi R18 e-tron quattro, – 1 Runde
FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, Stand nach 8 von 8 Läufen, Fahrer:
1. Davidson/Buemi (GB/CH), Toyota, 166 (Weltmeister)
2. Lotterer/Tréluyer/Fässler (D/F/CH), Audi, 127
3. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche, 117
4. Di Grassi/Kristensen (BRA/DK), Audi, 117
5. Wurz/Sarrazin (A/F), Toyota, 116
6. Lapierre (F), Toyota, 96
7. Duval (F), Audi, 81
8. Nakajima (J), Toyota, 71
9. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche, 64,5
Hersteller:
1. Toyota, 289 (Weltmeister)
2. Audi, 244
3. Porsche, 193