FIA WEC: Porsche feiert den Fahrerweltmeistertitel in Bahrain
Podestplatz zum Abschied für Alex Wurz © TOYOTA GAZOO Racing Alexander Wurz kam beim letzten Rennen in seiner Karriere auf das Podest – Richard Lietz holt mit Porsche den Titel.
In einem der spannendsten WEC-Rennen der Saison bestimmte Audi in der Anfangsphase das Geschehen. Zunächst führte Lucas di Grassi im Audi R18 e-tron quattro mit Startnummer „8“ das Rennen an, das Schwesterauto folgte auf Platz zwei. In dieser Formation befand sich Audi auf Titelkurs, da der Porsche der Meisterschaftskonkurrenten zurückgefallen war. Als Loïc Duval im Audi Nummer „8“ jedoch wegen eines Bremsscheibendefektes acht Runden verlor, wendete sich das Blatt. Fässler/Lotterer/Tréluyer kämpften bis zum Schluss des Rennens und erreichten das Ziel als Zweite, während Timo Bernhard/Brendon Hartley/Mark Webber für Porsche Platz fünf zum Fahrertitelgewinn genügte.
Alexander Wurz zum Abschied auf dem Podest
Ein emotional aufgeladenes Ergebnis für Alexander Wurz der mit dem Toyota TS040 Hybrid bei seinem letzten Auftritt als Drittplatzierten auf dem Podest stand und das Ergebnis mit Stéphane Sarrazin und Mike Conway feierte.
Für Toyota war es der erste Podiumsplatz seit dem Saisonauftakt in Silverstone und es war zugleich der zwölfte Podestplatz für Alex Wurz in 28 Rennen für Toyota, von denen er fünf gewinnen konnte. Der zweite Toyota mit Anthony Davidson/Sébastien Buemi/Kazuki Nakajima erreichte den vierten Platz.
Dominik Kraihamer/Alexandre Imperatori/Mathéo Tuscher belegten mit dem Rebellion R-One – AER in der Klasse LMP 1 den sechsten Platz und landeten im Gesamtklassement auf dem 11. Rang.
Richard Lietz hat es geschafft
Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen sicherte er sich im Finale der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC in Bahrain den FIA World Endurance Cup als bester GT-Pilot. Mit seinem Porsche 911 RSR musste er dabei nach seinen Siegen auf dem Nürburgring sowie in Austin und Shanghai nicht mehr alles auf eine Karte setzen. Am Ende des Sechsstundenrennens in der Wüste reichte ihm ein fünfter Platz in der Kategorie GTE-Pro zum Titelgewinn. Für den dreifachen Klassensieger bei den 24 Stunden von Le Mans, der am 17. Dezember seinen 32. Geburtstag feiert, ist dieser hart erkämpfte Meistertitel der größte Erfolg seiner Karriere. Sein Teamkollege war auch beim Saisonfinale auf dem Bahrain International Circuit der Däne Michael Christensen, der seit zwei Jahren in Wien lebt.
Richard Lietz zum Rennen und zum Titelgewinn:
„Das war nicht nur ein aufregendes Rennen, sondern auch eine anstrengende Woche. Viele haben gemeint, ich könnte den Titel quasi im Schongang holen angesichts meines Punktevorsprungs. Doch das waren heute sechs Stunden voller Anspannung, ein dauernder Kampf gegen Autos aller Klassen. Für viele ging es noch um die Meisterschaft, deshalb steckte auch keiner zurück. Unsere Strategie ist aufgegangen. Porsche hat auch heute alles richtig gemacht: Unsere Teamkollegen Patrick und Fred sind auf Sieg gefahren, wir auf Sicherheit. Dieser Titel ist für das gesamte Team der verdiente Lohn dafür, dass wir in dieser Saison auch nach Rückschlägen nie aufgehört haben zu kämpfen. Auch als wir in Le Mans auf einem Tiefpunkt waren, als uns viele schon abgeschrieben hatten, haben wir immer an uns geglaubt und weiter hart und fokussiert für unser gemeinsames Ziel gearbeitet. Wie wir dann in der zweiten Saisonhälfte zurückgekommen sind und plötzlich Rennen gewonnen haben, war grandios. So einen Titel kannst du gegen die starke Konkurrenz von Aston Martin und Ferrari nur holen, wenn du ein starkes Team hinter dir hast, das den Erfolg so sehr will wie du selbst. Ich bin stolz, ein Teil dieses Teams zu sein.“
Mathias Lauda/Paul Dalla Lana/Pedro Lamy siegten mit dem Aston Martin Vantage V 8 in der Klasse LMGTE Am uns sicherten sich den dritten Platz in der FIA Endurance Trophy für GTE Am Fahrzeuge.
Klaus Bachler/Marco Mapelli/Khaled Al Qubaisi belegten in Bahrain den zweiten Rang im Porsche 911 RSR in der Klasse LMGTE Am.
Ergebnis – 6 Stunden von Bahrain:
1. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) 199 Runden
2. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro) +1.25,310 Min.
3. Conway/Sarrazin/Wurz (Toyota) –3 Rd.
4. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) –3 Rd.
5. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) –9 Rd.
6. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18 e-tron quattro) –11 Rd.
7. Bird/Canal/Rusinov (Ligier-Nissan) –16 Rd.
8. Bradley/Howson/Tandy (Oreca-Nissan) –16 Rd.
9. Derani/Gonzalez/Yacaman (Ligier-Nissan) –17 Rd.
10. Chatin/Dillmann/Panciatici (Alpine-Nissan) –17 Rd.