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FIA WEC: Porsche feiert in Shanghai vorzeitige den WM-Titel

Sportwagen

Weltmeistertitel für den Porsche 919 Hybrid © Rudolf BeranekWeltmeistertitel für den Porsche 919 Hybrid © Rudolf Beranek

Mit dem fünften Saisonsieg in Folge hat Porsche mit dem 919 Hybrid in Shanghai am Sonntag vorzeitig den Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft geholt.

Mit 308 Punkten sind die Stuttgarter bereits ein Rennen vor dem Saisonfinale in Bahrain nicht mehr einzuholen. Porsche setzte sich im Gesamtklassement gegen Audi (238 Punkte) und Toyota (137) durch. Für das Unternehmen ist es der 13. Langstrecken-WM-Titel insgesamt und der erste seit 1986. Zwischen 1964 und 1986 gewann Porsche zwölfmal die damalige Sportwagen-Weltmeisterschaft.

Der siebte von acht WM-Läufen der FIA World Endurance Championship (WEC) wurde als Sechsstundenrennen auf dem Formel-1-Kurs von Shanghai ausgetragen. Die siegreichen Piloten waren Timo Bernhard, Brendon Hartley und der ehemalige Formel-1-Pilot Mark Webber. Im zweiten 919 Hybrid machten Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb den vierten Doppelerfolg der Saison für Le-Mans-Rekordsieger Porsche perfekt.

Richard Lietz mit Klasseleistung zum dritten Saisonsieg

Das war ein starkes Rennen von Richard Lietz. Der Niederösterreicher feierte seinen dritten Saisonsieg in der Klasse GTE-Pro und baute seine Führung in der WEC weiter aus.

Richard Lietz zum Rennen:

„Das war ein sehr schwieriges Rennen, nicht zuletzt wegen des wechselhaften Wetters. Doch unsere gute Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Bei den ersten drei Stints war die Entscheidung für Regenreifen ganz klar, danach wurde es knifflig. Wir haben genau zum richtigen Zeitpunkt auf profillose Slicks gewechselt. Für manche war es vielleicht etwas zu früh, aber in so einer Situation musst du was riskieren. Letztlich hat es uns den Sieg gerettet. Mein Teamkollege war in dieser schwierigen Rennphase sehr souverän, Kompliment. Ich freue mich für das Team. Vom fünften Startplatz aus zu gewinnen ist fantastisch. Heute werden wir feiern, doch ab morgen konzentrieren wir uns auf das Finale in Bahrain. Wir haben dort die Chance, für Porsche drei Meistertitel zu gewinnen. Diese Chance wollen wir unbedingt nutzen, auch wenn uns die Strecke in Bahrain vor eine schwierige Herausforderung stellt.“

Mathias Lauda/ Paul Dalla Lana/Pedro Lamy landeten in der Klasse GTE-Am auf dem zweiten Rang.

Ergebnis – 6 Stunden von Fuji – Shanghai:

1.Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 169 Runden
2. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) +26,294 Sek.
3. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro) +30,311 Sek.
4. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18 e-tron quattro) +50,906 Sek.
5. Conway/Sarrazin/Wurz (Toyota) -4 Rd.
6. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) -5 Rd.
7. Beche/Prost (Rebellion) -11 Rd.
8. Kaffer/Trummer (CLM-AER) -13 Rd.
9. Chatin/Dillmann/Panciatici (Alpine-Nissan) -15 Rd.
10. Bird/Canal/Rusinov (Ligier-Nissan) -16 Rd.