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FIA WEC: Porsche setzt sich auch in Japan durch

Sportwagen

Porsche Doppelsieg in Fuji © Porsche AGPorsche Doppelsieg in Fuji © Porsche AG

 

Mit dem vierten Saisonsieg ist Porsche ein wichtiger Schritt im Kampf um den Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.

Der Porsche 919 Hybrid gewann mit Timo Bernhard (Deutschland), Brendon Hartley (Neuseeland) und dem ehemaligen Formel-1-Piloten Mark Webber (Australien) das Sechsstundenrennen im japanischen Fuji. Im zweiten 919 Hybrid machten Romain Dumas (Frankreich), Neel Jani (Schweiz) und Marc Lieb (Deutschland) den Doppelsieg für Le-Mans-Rekordsieger Porsche perfekt. Mit dem Erfolg in Fuji baute Porsche seine Führung in der Herstellerwertung vor Audi und Toyota weiter aus.

Sechster Podiumsplatz in Folge für Fässler/Lotterer/Tréluyer.

Marcel Fässler führte das Regenrennen an und baute bis zum ersten Boxenstopp der Startnummer „7“ einen Vorsprung von mehr als 15 Sekunden auf. Oliver Jarvis hielt im Schwesterauto mit der Nummer „8“ zeitweilig den zweiten Platz, fiel aber wegen schlechter Sicht aufgrund einer beschlagenden Windschutzscheibe zurück. Als die Strecke langsam abzutrocknen begann, war die Entscheidung für Intermediate-Reifen auf beiden Rennwagen die richtige Wahl.

Es entwickelte sich ein spannender Kampf mit Porsche um die Führung. Als André Lotterer zur Rennmitte auf Slicks wechselte, verlor er jedoch wertvolle Zeit, denn die Pneus arbeiteten bei den schwierigen und wechselhaften Bedingungen noch nicht optimal. Nach wenigen Runden beorderte ihn das Team erneut an die Box, um wieder Intermediate-Reifen aufzuziehen. Zugleich profitierte Porsche in diesem Rennabschnitt von einer Gelbphase und gewann mit der Startnummer „18“ bei einem Boxenstopp rund eine Minute Zeit.

Am Ende erreichten Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer zum sechsten Mal in Folge ein Podiumsergebnis. Lucas di Grassi/Loïc Duval/Oliver Jarvis kamen auf Platz vier ins Ziel. „Wir waren in Fuji deutlich leistungsfähiger als zuvor, auch wenn sich das leider nicht an den Ergebnissen ablesen lässt“, sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „

Frust bei Toyota beim Heimrennen

Toyota spielte zwar eine tragende Rolle beim Sechs-Stunden-Rennen von Fuji, doch am Ende überwog beim Heimrennen die Enttäuschung über die Endränge fünf und sechs.

Unter den enthusiastischen Zuschauern auf den Tribünen hofften auch viele Mitarbeiter der Toyota Motor Corporation auf ein gutes Resultat, zumal die beiden TS040 HYBRID bei regnerischem Wetter und nasser Piste früh im Rennen deutlich konkurrenzfähiger waren.

Doch Zwischenfälle bei beiden Autos und die Unterlegenheit bei abtrocknender Strecke sorgten gegen Ende für Frustration. Anthony Davidson, Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima landeten im TS040 HYBRID mit der Startnummer 1 als Fünfte, nachdem eine Durchfahrtstrafe einen möglichen vierten Platz vereitelte. Auf Rang sechs landeten Alexander Wurz/Stéphane Sarrazin/Mike Conway.

Alex Wurz: „Allem voran möchte ich den Fans meinen Dank aussprechen, die so zahlreich kamen und unermüdlich waren. Es sind die besten Fans, die man sich vorstellen kann. Nach 20 Jahren Profi-Rennsport komme ich immer wieder gerne hierher, um sie alle zu treffen. Es ist schade, dass sie so schlechtes Wetter ertragen mussten. Andererseits denke ich, dass sie ein gutes Rennen zu sehen bekamen. Was unser Auto angeht: Schade, dass Stéphane von einem GT-Auto abgeschossen wurde, das hat uns aus dem Spitzenkampf gerissen.”

Dominik Kraihamer/Alexandre Imperatori/Daniel Abt schieden mit dem Rebellion R-One – AER aus.

Rang vier für Richard Lietz/Michael Christensen im Porsche 911 RSR in der Klasse LMGTE Pro.

Mathias Lauda/Paul Dalla Lana/Pedro Lamy kamen in der Klasse LMGTE AM im Aston Martin Vantage V8 auf Rang zwei hinter Patrick Dempsey, Patrick Long/Marco Seefried im Porsche 911 RSR.

Ergebnis – 6 Stunden von Fuji – Japan:

1. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 216 Runden
2. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) +14,306 Sek.
3. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18 e-tron quattro) –1 Rd.
4. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18 e-tron quattro) –2 Rd.
5. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) –2 Rd.
6. Conway/Sarrazin/Wurz (Toyota) –13 Rd.
7. Beche/Prost (Rebellion) –13 Rd.
8. Kaffer/Trummer (CLM) –17 Rd.
9. Bird/Canal/Rusinov (Ligier) –18 Rd.
10. Capillaire/Chatin/Panciatici (Signatech) –18 Rd.