FIA – WEC: Richard Lietz und Klaus Bachler starten in die neue Saison
Richard Lietz © Rudolf BeranekFür die beiden Österreicher beginnt am kommenden Wochenende in Silverstone in der WEC die neue Saison.
Doppelschicht zum Saisonstart für Richard Lietz
Für Richard Lietz beginnt die Motorsportsaison 2016 mit einer Doppelschicht: In Silverstone ist er mit seinem 470 PS starken Porsche 911 RSR für das Team Dempsey Proton Racing am 17. April nicht nur beim Auftaktrennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC am Start, in der er 2015 als weltbester GT-Fahrer den FIA Endurance Cup gewonnen hat. Ebenfalls auf der britischen Traditionsrennstrecke bestreitet er tags zuvor für das Team Proton Competition, ebenfalls mit einem 911 RSR, auch den ersten Lauf zur European Le Mans Series ELMS. Sein Teamkollege bei den Sechsstundenrennen der WEC mit den 24 Stunden von Le Mans als Saisonhöhepunkt ist erneut der Däne Michael Christensen. In der ELMS, deren Rennen jeweils vier Stunden dauern, tritt er zusammen mit dem Deutschen Christian Ried und Gianluca Roda aus Italien an. Einer der Teilhaber am Team Dempsey Proton Racing ist der US-Rennfahrer und Hollywoodstar Patrick Dempsey, der durch die Krankenhausserie „Grey’s Anatomy“ weltweit bekannt ist.
Klaus Bachler beim WEC-Auftakt auf einer seiner Lieblingsstrecken
Nach dem Saisonstart beim 24-Stunden-Rennen in Dubai geht es für Klaus Bachler am Wochenende : Der 24jährige pilotiert dabei in der Klasse LMGTE AM einen Porsche 911 RSR von Abu Dhabi-Proton Racing. Neben Khaled Al Qubaisi (VAE) – mit dem der Steirer schon in den letzten Jahren fuhr, kommt der Däne David Heinemeier-Hansson neu ins Team.
Bachler, der in den letzten Wochen für Porsche als Instruktor viel unterwegs war, fiebert dem 6-Stunden-Rennen entgegen: „Silverstone zählt absolut zu meinen Lieblingsstrecken. Der Kurs ist sehr anspruchsvoll und verzeiht keine Fehler. Ich glaube, dass wir sehr gut aufgestellt sind und um einen Platz auf dem Podium in der Klasse ein Wörtchen mitreden werden. Wenngleich die Konkurrenz heuer qualitativ sehr stark ist.“
Was Bachlers weiteren Saisonverlauf betrifft, laufen die Verhandlungen noch: „Es gestaltet sich alles sehr schwierig“, so der Steirer, „denn es gibt bei allen Meisterschaften, die in Frage kommen, etliche Überschneidungen. Mal schauen, was letztendlich herauskommt.“
Gaststarts im Porsche Supercup?
Angedacht ist unter anderem auch eine Rückkehr in den Porsche Mobil 1 Supercup. Das in Stuttgart beheimatete Team Race Pro Motorsport – bisher vornehmlich in der Rallye-Szene im Einsatz – will nun auch auf die Rundstrecke, hat für heuer einmal Gaststarts geplant – wobei die Startplatz-Zusage des Veranstalters noch aussteht. „Ich gehe aber davon aus, dass das klappen wird“, sagt Bachler, „das wäre eine schöne Geschichte.“
