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FIA WEC: Toyota siegt beim 6-Stunden Klassiker von Spa

Sportwagen

Alex Wurz jubelt über Rang drei - © Rudolf BeranekAlex Wurz jubelt über Rang drei - © Rudolf Beranek

Anthony Davidson, Nicolas Lapierre und Sébastian Buemi siegten vor 50.000 Motorsportfans bei der Generalprobe für Le Mans in Spa-Francorchamps.

Nicolas Lapierre hielt vom Start weg die zweite Position hinter dem Porsche 919 Hybrid von Dumas/Jani/ Lieb, während Sarrazin einen ereignisreichen Rennbeginn erlebte, sich dann aber auf seiner ursprünglichen Startposition – P4 – einrichtete.

Beide stiegen bereits nach nur einem Stint aus ihren Toyota TS 040 Hybrid aus und übergaben an ihre Teamkollegen. Sébastien Buemi begann die Jagd auf den Führenden und übernahm die Führung schließlich beim nächsten Boxenstopp, während Nakajima sich in den Bereich der Podestplätze vorkämpfte und dann sogar Druck auf den Zweitplatzierten ausübte.

Mit beiden Autos versuchte Toyota doppelte Stints zu fahren, also nur einen Satz Reifen für zwei Tankfüllungen zu verwenden. Was Zeit bei den Boxenstopps sparte, zahlte sich aber über die Distanz nicht aus und so kehrte man wieder dazu zurück, bei jedem Tankstopp auch Reifen zu wechseln.

Kurz nach halber Distanz übergab Nakajima das Cockpit an Alexander Wurz und Buemi an Davidson,   der sofort die schnellste Rennrunde in den Asphalt brannte und seine Führung weiter ausbaute.

Wurz kämpft um Platz zwei, als Ölverlust eines anderen Fahrzeugs die Windschutzscheibe seines LMP 1 Toyota verschmierte und die Sicht nachhaltig beeinträchtigte. Dies konnte erst beim nächsten Boxenstopp bereinigt werden, als Sarrazin das Auto von ihm übernahm. Lapierre übernahm anschließend den führende Toyota von Davidson.

Ein kurzer Tankstopp bei beiden Toyotas gegen Rennende fixierten die Positionen, Nicolas Lapierre überquerte die Ziellinie als Sieger mit 1.13,926 Minute Vorsprung und Stéphane Sarrazin fehlten auf den Zweitplatzierten Audi R18 e-tron quattron mit Lucas Di Grassi/Loic Duval/Tom Kristensen gerade mal 6.935 Sekunden.

Audi überraschend auf dem Podest

Am Anfang des Rennens spielten die Ingolstädter nur eine untergeordnete Rolle. Doch zur Rennmitte gewannen Di Grassi/Duval/Kristensen an Boden. Sie lieferten sich mit dem Toyota Nummer 7 von Alexander Wurz einen abwechslungsreichen Kampf um den zweiten Platz. Der letzte Boxenstopp brachte die Vorentscheidung: 21 Minuten vor Schluss musste Loïc Duval zum siebten Mal nachtanken und kehrte mit vier Sekunden Vorsprung auf die Strecke zurück. Er verteidigte den zweiten Platz erfolgreich bis ins Ziel und kam 6,935 Sekunden Vorsprung vor dem Toyota von Wurz/Sarrazin/Nakajima ins Ziel.   Ein Rennen mit Rückschlägen erlebte die Startnummer 2, die nur den fünften Rang erreichte. Schon früh hatte sich ein elektrischer Empfänger zum sogenannten Lap trigger, dem Rundengeber, gelöst. So erhielt der R18 e-tron quattro von Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer zu Rennbeginn nicht mehr das Rundensignal des Veranstalters. Da dieser Impulsgeber diversen Systemen dient, konnte André Lotterer bis zur Reparatur auch nicht die volle Hybridleistung seines Rennwagens nutzen. Ein Druckverlust in einem Reifen in Runde 101 kostete die Nummer 2 weitere Zeit.   Einen guten Rhythmus erreichten dagegen Filipe Albuquerque und Marco Bonanomi. Ihr Audi R18 e-tron quattro erprobte bereits die Aerodynamik-Variante für die 24 Stunden von Le Mans. Zugleich gewöhnte sich Sportwagen-Neuling Albuquerque bei seinem WEC-Debüt an seinen neuen Rennwagen, während Bonanomi nach einem Jahr als Test- und Reservefahrer wieder sein erstes Rennen bestritt. Mit zunehmender Renndauer erzielten beide Audi-Piloten immer bessere Rundenzeiten und belegten am Ende den sechsten Rang.

Porsche nach Poleposition glücklos

Die größten Pechvögel des Tages waren die Porsche. Der 919 Hybrid von Romain Dumas,  Neel Jani und Marc Lieb, war von der Poleposition in das Sechsstundenrennen gestartet und hatte lange Zeit die Führung behauptet. Dann allerdings kosteten Zwischenfälle viel Zeit: Ein Elektrikproblem musste Dumas unterwegs per Reaktivierungsprozess beheben, und zum Schluss zwang Jani ein schleichender Plattfuß zu einem zusätzlichen Boxenstopp. Noch weniger Glück hatten die Piloten des Schwesterautos, Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber. Von Startplatz fünf fuhren sie schnell auf Rang drei vor, wurden dann aber von technischen Problemen ans Ende des Feldes zurückgeworfen.

Einen glücklosen Renntag hatte auch der Salzburger Dominik Kraihamer der mit technischen Problemen am Rebellion ausschied.

Klaus Bachler belegte mit seinen Partnern Christian Ried und Khaled Al Qubaisi im Porsche 911 in der Klasse GTEAm Rang vier.