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FIA WEC: Vierfachsieg für Porsche beim ersten Rennen in Katar

Sportwagen

KatarPorsche dominierte beim ersten Lauf in Katar © Porsche AG

Porsche Penske Motorsport hat den ersten Sieg in der Saison 2024 der FIA WEC errungen, nachdem das Team den Großteil der 1812 km von Katar angeführt hatte.

Der Porsche Penske 963 Hypercar mit der Startnummer 6, der von Andre Lotterer, Laurens Vanthoor und Kevin Estre gefahren wurde, überquerte die Ziellinie 33,297 Sekunden vor dem Hertz Team JOTA, das sich den zweiten Platz mit Callum Ilott, Norman Nato und Will Stevens am Steuer teilte.

Estre überstand einen späten Schreckmoment, nachdem der Porsche 963 des Franzosen mit einem LMGT3-Fahrzeug in Berührung gekommen war, wodurch die Seitenwand des Fahrzeugs beschädigt wurde und das Team gezwungen war, 15 Minuten vor dem Ende des Rennens Reparaturen durchzuführen.

Das Podium komplettierte der zweite Werks-Porsche der Crew mit der Startnummer 5 (Matt Campbell, Michael Christensen und Frederic Makowiecki), die mit Vibrationsproblemen zu kämpfen hatte.

Nico Muller, Jean-Eric Vergne und Mikkel Jensen waren nach einer fehlerfreien Leistung im Peugeot 9X8 Hypercar mit der Startnummer 93 drauf und dran, mit dem zweiten Platz das beste WEC-Ergebnis der Marke zu erzielen.

Doch ein spätes Problem bei Vergne führte dazu, dass sein Auto in der letzten Runde stehen blieb und als Siebter über die Ziellinie humpelte. Das Team wurde später wegen eines Verstoßes gegen die technischen Vorschriften disqualifiziert.

Cadillac Racing beendete das Rennen auf dem vierten Platz. Alex Lynn, Earl Bamber und Sébastien Bourdais feierten ein episches Comeback, nachdem ihr Cadillac V-Series.R zu Beginn des Rennens in einen Unfall verwickelt und vorne links beschädigt wurde.

Den Abschluss der Top Fünf bildete der AF Corse Ferrari 499P mit der Startnummer 83, der sein Debüt gab. Robert Kubica, Robert Shwartzman und Yifei Ye zeigten eine starke Leistung.

Der Toyota Gazoo Racing mit der Startnummer 7 wurde Sechster – die amtierenden Weltmeister hatten mit dem Ferrari 499P zu kämpfen. Siebter wurde der Ferrari AF Corse mit der Startnummer 50, der sich von einer frühen Durchfahrtsstrafe erholte.

Der Alpine A424 mit der Startnummer 35 des Alpine Endurance Teams mit Ferdinand Habsburg/Paul Loup Chatin/Charles Milesi fuhr ein konstantes Rennen und wurde Achter – einen Platz vor dem Toyota GR010 Hybrid Hypercar mit der Startnummer 8, der Neunter wurde.

Proton Competition holte nach einer soliden Fahrt seines Fahrertrios als Zehnter die letzten Punkte. Ein schwieriges Rennen erlebte das BMW M Team WRT, das mit seinen beiden BMW M Hybrid V8 auf den Plätzen 11 und 15 landete.

Lamborghini Iron Lynx mit Mirko Bortolotti/Edoardo Mortara/Daniil Kvyat beendete sein erstes WEC-Rennen auf dem 14. Platz, während Isotta Fraschini sein erstes Rennen nach fünf Stunden mit einem mechanischen Problem beendete.

Porsche siegte auch in der LMGT3 Klasse in Katar

In der neuen LMGT3-Kategorie war Manthey PureRxcing das Maß der Dinge. Der Porsche 911 GT3 R des erfahrenen Kundenteams aus der Eifel bestimmte das Geschehen an der Spitze des 18 Auto umfassenden Starterfeldes nahezu über die gesamte Distanz.

Nach ihrem Titelgewinn in der Asian Le Mans Series ließen die Piloten Klaus Bachler aus Österreich, Joel Sturm aus Deutschland und Alex Malykhin aus Großbritannien nun den Auftaktsieg in der FIA WEC in Katar folgen.

Klaus Bachler: „Dieses Ergebnis ist der Wahnsinn. Es war mein erster Start in einem Weltmeisterschafts-Rennen. Und dieses auf Anhieb zu gewinnen, ist einfach nur ein Traum.

Klaus Bachler © Porsche AG

Mein großer Dank gilt dem Team und meinen Fahrerkollegen. Wir haben dermaßen viel Energie in dieses Projekt gesteckt und alles penibel vorbereitet. Der erste Sieg ist in der Tasche. Nun folgen noch sieben weitere Rennen – darunter die 24 Stunden von Le Mans. Es liegt noch viel vor uns.“

 

 

Ergebnisse – FIA-WEC – Katar 2024

Hypercar-Klasse:
1. Estre/Lotterer/Vanthoor (F/D/B), Porsche 963 #6, 335 Runden
2. Stevens/Ilott/Nato (UK/UK/F), Porsche 963 #12, 335 Runden
3. Campbell/Christensen/Makowiecki (AUS/DK/F), Porsche 963 #5, 335 Runden

LMGT3-Klasse:
1. Malykhin/Sturm/Bachler (UK/D/A), Porsche 911 GT3 R #92, 299 Runden
2. James/Mancinelli/Riberas (US/I/E), Aston Martin #27, 299 Runden
3. Mateu/Bastard/Sorensen (F/F/DK), Aston Martin #777, 298 Runden

Quellen: FIA WEC/Porsche AG/Redaktion