GT4-Europameisterschaft: Erfolgreiches Debüt für Fabian Lauda in Misano
Turbulentes Wochenende für Fabian Lauda © Roberto Bonello - Studio ModaFabian Lauda hat es geschafft: Fast auf den Tag genau, ein Jahr nach seinem Einstieg in den professionellen Motorsport, feierte der Salzburger sein erfolgreiches Debüt in der GT4 Europameisterschaft.
Beim Saisonauftakt der GT4-Europameisterschaft im italienischen Misano belegte der gebürtige Hofer mit seinem 400 PS starken Lotus Evora der Lechner Racing School in seiner Klasse auf Anhieb zweimal Rang drei. Der Auftakt der prestigereichen Meisterschaft, die 12 Rennen in ganz Europa umfasst, war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten: Am Samstagabend fuhr Fabian ohne voriges Training sein erstes Nacht-Rennen, im zweiten Lauf am Sonntag verhinderte lediglich eine Stop-and-Go-Zeitstrafe seinen ersten Europameisterschafts-Sieg.
Was für ein turbulentes Wochenende für Fabian Lauda: Zeitgleich mit dem österreichischen Song-Contest-Sieg sorgte der Motorsport-Senkrechtstarter aus Hof bei Salzburg an anderer Stelle für rot-weiß-rote Highlights. Um exakt 22.05 Uhr Ortszeit startete der Lotus-Pilot der Lechner Racing School auf dem „Misano World Circuit Marco Simoncelli“ in Italien in sein allererstes Nachtrennen. „Eine vollkommen neue Situation für mich, noch dazu, weil ich im ersten freien Training, das ebenfalls bei Dunkelheit durchgeführt wurde, leider nicht zum Fahren gekommen bin“, schilderte Fabian nach dem Zieleinlauf. In der Tat hatte der 21-Jährige im ersten freien Training in der Nacht von Freitag auf Samstag aufgrund eines technischen Defekts gefehlt. Für den amtierenden GT4-Staatsmeister jedoch kein Grund, im Rennen nicht voll anzugreifen. Das beeindruckende Resultat: Platz 3 in seiner Klasse und damit der erste internationale Pokal in seiner noch jungen Motorsport-Karriere.
Auf dem Weg zu seinem ersten Stockerlplatz hatte Fabian noch eine Schrecksekunde zu überstehen: Unmittelbar nach dem verpflichtenden Boxenstopp bei halber Renndistanz kam es zu Feindberührung, bei der zwei Felgen am Lotus Evora GT4 arg ramponiert wurden. Die Folge: Ein weiterer Stopp samt Reifenwechsel, den das Team der Lechner Racing School jedoch in absoluter Rekordzeit absolvierte.
Im zweiten Ein-Stunden-Rennen Sonntagmittag übernahm Fabian unmittelbar nach dem Start in seiner AM-Klasse sogar die Führung und duellierte sich in der Folge mit einem BMW-Piloten um den Sieg. Leider kam es in der Folge zu einer Stop-and-Go-Strafe, die Fabian im Kampf um den Klassensieg weit zurück warf. Dank beherzter Fahrweise und reihenweise guter Rundenzeiten reichte es am Ende dennoch zu Rang drei – und dem zweiten Pokal im zweiten Rennen!
„Ein unglaublich intensives und anstrengendes Wochenende, dessen Bilanz für mich aber trotzdem sehr positiv ausfällt“, stellte Fabian Lauda nach zwei von zwölf Saisonrennen der GT4-Europameisterschaft fest. „Die Leistung des Teams war sensationell, und ich weiß für die nächsten Rennen, dass ich mich im Vergleich zur Konkurrenz absolut nicht verstecken muss. Auf diesen Erfahrungen heißt es nun aufbauen und beim kommenden Einsatz in Zandvoort wieder mit Vollgas angreifen!“
Quelle: Drivestyle