Karting: Nic Schöll wurde heuer Europameister in der ROTAX Max Euro Challenge
Nicolas Schöll jubelt © Strawberry Racing Nächste Woche steht er am Start des Kart-Weltfinales in Sarno in Italien und rechnet sich auch dabei Chancen aus.
Er heißt Nicolas, nennt sich selber aber, wie das auch seine Freunde und Bekannten tun, einfach Nic – das ist nicht nur kürzer, sondern klingt vor allem auch schneller. Ein Attribut, das im Leben von Nic Schöll zum bislang erfolgreichen Inhalt seiner noch jungen Rennsportkarriere geworden ist.
Am 8. August feierte der Wiener seinen erst 15. Geburtstag, was laut Reglement alt genug ist, um heuer in der Senior-Klasse des ROTAX Kart Sports, genauer gesagt in der ROTAX Max Euro Challenge, starten zu können. Was den jungen Mann allerdings nicht daran hinderte, das Feld der „Alten“ kräftig aufzumischen. Mit Siegen im belgischen Gent und im italienischen Castelletto und einem fünften Platz im spanischen Zuera holte der Rookie gleich in seinem ersten Euro-Jahr und als jüngster Pilot im Feld den EM-Titel – und macht nun sogar noch Jagd auf mehr. Nächste Woche steht Nic Schöll östlich von Neapel am Start des ROTAX Max Weltfinales 2016 in Sarno in Italien.
Sein flinkes Handwerk erlernte der Schüler der Liese-Prokop-Privatschule in der Südstadt auf dem Speedworld-Areal in Pachfurth. Dort schulte er unter Anleitung von Drivers Coach Michael Fiedler seine Fähigkeiten, ehe das britische Kart-Erfolgsteam Strawberry Racing auf das erstaunliche Talent von Nic Schöll aufmerksam wurde und ihn nach Sheffield holte. Dort ist Teamchef Paul Spencer mächtig stolz auf seinen Europameister und vergleicht ihn gar mit einer Schlange: „Nic verfügt über einen tollen Kampfgeist. Er schlängelt sich langsam an seine Gegner heran, um dann im entscheidenden Moment zuzuschnappen.“
Freizeittechnisch ist das internationale Renn-Engagement freilich heftig. „Nic ist schon rund 20 Wochenenden im Jahr weg“, sagt Sebastian Schöll, der die Karriere seines Sohnes in finanzieller Hinsicht alleine stemmen muss. Schöll: „Wenn also jemand Interesse hat, einen hoffnungsvollen österreichischen Rennsportler zu fördern, sind wir jederzeit für Gespräche offen.“
Quelle: Sportpressedienst