Karting: Tolle Aufholjagd im Feld der Weltelite
Nic Schöll bei der Kart WM in Sarno © Timo DeckKart-Europameister Nic Schöll fuhr beim ROTAX Max Challenge-Weltfinale in Italien von Platz 30 auf Rang 7.
Einen starken Saisonabschluss hat Kart-Pilot Nicolas Schöll hinter sich gebracht. Der erst 15-jährige Wiener hat sich als regierender Europameister für die ROTAX Max Challenge Grand Finals im italienischen Sarno qualifiziert und konnte sich trotz einem suboptimalen Motor ins Finale der Topklasse kämpfen. Dort ging er heute Nachmittag vom 30. Startplatz – also praktisch chancenlos – ins Rennen, fuhr aber dank einer unglaublich beherzten Performance unter die Top ten auf Platz 7. Doch wegen einer Strafe wurde er nachträglich auf den 15. Rang zurückgereiht. Was Schöll als ungerecht empfand: „Eigentlich ist mir einer über die Schulter gefahren, und dafür wurde ich bestraft.“ Den Sieg im Weltfinale holte der Russe Denis Mavlanov.
„Aber ich war als jüngster Fahrer in der stärksten Kategorie beim Weltfinale dabei, allein darauf kann ich stolz sein“, zog Nic Schöll letztendlich trotzdem eine positive Bilanz. Ein wenig ließ ihn sein Ehrgeiz einem noch besseren Ergebnis nachtrauern. „Leider hab‘ ich einen Motor zugelost bekommen, der in den Vorläufen auf trockener Bahn nicht ganz das gebracht hat, was ich wollte. Im Regen war ich immer bei den Schnellsten dabei, aber sobald es aufgetrocknet hat, ging irgendwie nix weiter.“ Zudem fasste der Youngster ausgerechnet auch im Pre-Finale eine 10-Sekunden-Frontpumper-Strafe aus, weil er von einem Konkurrenten von hinten angeschoben und dadurch auf seinen Vordermann gestoßen wurde, was letztendlich nur Platz 15 statt 10 ergab. „Schade, mit Rang 10 hätte ich im Finale eine bessere Startposition und daher noch bessere Chancen gehabt. Aber was soll’s – es war wirklich eine tolle Erfahrung, mit meinem Alter bei den besten ROTAX-Kart-Piloten der Welt dabei zu sein. Ich kann davon sicher sehr viel für meine weitere Rennsport-Karriere mitnehmen. Immerhin habe ich heuer den Europameistertitel geholt, also habe ich überhaupt keinen Grund, unzufrieden zu sein!“
Quelle: Sportpressedienst