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SMP Formel 4 Northern European Zone: Erfolgreiches Debut für Lukas Dunner in Sotschi

Motorsport allgemein

Toller Einstand für Lukas Dunner in der Formel 4 © 1stMILEToller Einstand für Lukas Dunner in der Formel 4 © 1stMILE

Bereits am Donnerstag beim offiziellen Testtag konnte der 15-jährige Wiener in der SMP Formel 4 seine Klasse zeigen.

Das Ziel ist klar definiert: Lukas Dunner ist nicht nur ein viel versprechendes Talent, wie er bereits im Kartsport zeigen konnte, er ist zielstrebig und hat auch unbändigen Erfolgshunger. Aber das Wesentlichste, er ist bereit zu lernen und hart zu arbeiten und genau das ist der Plan für das erste Jahr in der Formel 4.

Am Freitag war dann aber alles anders und sämtliche Daten und Erkenntnisse, die man sich in den Tests erarbeitet hatte, waren hinfällig. Das Wetter am Schwarzen Meer spielte in Sotschi verrückt und es waren permanent wechselnde Bedingungen, die Anforderungen an Mensch und Maschine waren kaum zu übertreffen. Dazu kamen noch technische Herausforderungen wegen eines Kühlwasserverlustes auf Grund eines Materialfehlers, welcher zu Motorüberhitzungen führte.

Alles das meisterte der 15-jährige Schüler der Liese Prokop Privatschule in der Südstadt, mit Bravour und beeindruckte alle mit unbändigem Arbeitseinsatz und Teamgeist. In einem ereignisreichen Qualifying unter enormen Zeitdruck, konnte er seinen Formel 4 von MP Motorsports fürs erste Rennen auf den Startplatz sechszehn stellen. Eine neue Erfahrung für Dunner, er war als Frontrunner im Kartsport gewohnt von ganz vorne zu starten.

Dunner attackierte vom Start weg und legte nach einem Raketenstart zwei schnelle und aggressive Eröffnungsrunden hin und war nach Runde zwei bereits auf Platz 7 vorgefahren. Er zeigte Übersicht und Zweikampfstärke und beendet sein erstes Formelrennen in den Punkten, Platz zehn.

Dunner’s Team hatte am Freitag bis spät am Abend alles unternommen, um das Auto optimal für Samstag vorzubereiten und kämpfte mit einem aggressivem Spritproblem.
Der Samstag startete mit dem zweiten Zeittraining, das die Startreihenfolge für Rennen drei festlegt. Dunner konnte gerade einmal 3 Runden auf der beinahe 6 Kilometer langen Rennstrecke fahren und landete auf Platz siebzehn, die Wetterbedingungen hätten extremer kaum sein können, es regnete in Strömen.

Die Startaufstellung für Rennen zwei ergab sich aus der zweitschnellsten Runde, aus dem ersten Qualifying vom Freitag. Das ergab wie in Rennen eins, Startplatz sechzehn für Lukas Dunner. Rennen zwei wurde in Folge von schweren Regenfällen aus Sicherheitsgründen hinter dem Safety-Car gestartet und in Folge des vielen Wassers konnten gerade einmal 3 Runden freigegeben werden, nicht genug um eine Attacke zu reiten. Zielankunft auf Platz dreizehn für Dunner und viel Erfahrung gesammelt bei unfassbaren Bedingungen.

In Rennen drei konnte man dem jungen Wiener schon vor dem Start ansehen, was er vor hatte. Wie in Rennen eins, wurde in Rennen drei bei wechselnden Bedingungen mit Regenreifen gestartet und der junge Debütant aus Wien legte wieder einen Raketenstart hin und zeigte Zweikämpfe vom Feinsten. Er lieferte eine astreine Talentprobe ab und fuhr auch in Rennen drei in die Toppten und holte Punkte.

„Das war eines meiner schönsten und auch eines meiner schwierigsten Rennwochenenden gleichzeitig,“ meint der junge Österreicher, der seine Landesflagge auf den Rückspiegeln seines Formel 4 zeigt. „Gleich bei meinem ersten Formelrennen kam sehr viel zusammen und ich bin wirklich happy, dass es mir gelungen ist, kaum gröbere Fehler zu machen und zweimal in die Punkte zu fahren. Gleich beim ersten Formelrennen auf einer so genialen Formel 1 Strecke zu fahren, war ein Hammer, die Meisterschaft ist super organisiert und mein neues Team, die Jungs von MP Motorsport, geben mir enorm viel Hilfe und Rückhalt, der Spaß kommt auch nicht zu kurz. Jetzt geht es zwei Tage in die Schule und am Mittwoch bereits zum nächsten Rennen in Smolensk/Russland.“

Quelle: 1stMILE