TCR Serie feiert Premiere am Salzburgring
TCR Serie erstmalig am Salzburgring © TCRDie neue TCR Serie feiert am letzten Mai-Wochenende ihre Österreich-Premiere, welche den Tourenwagen-Sport wieder zurück zu den Wurzeln bringen soll.
Seriennahe Tourenwagen, die noch aussehen wie Autos, die du und ich in der Garage oder vor dem Haus stehen haben – das waren einst die wie wahren Stars der Rennstrecke. Ob Dieter Quester, Niki Lauda oder Gerhard Berger – fast alle Helden der rot-weiß-roten Motorsport-Historie begannen ihre großen Karrieren im Tourenwagen-Sport. Und Salzburg war stets ganz vorne mit dabei wenn es darum ging, Stoßstange an Stoßstange Windschattenduelle und Überholmanöver auszufechten. Die legendäre Tourenwagen-EM in den Siebzigern, die Supertourenwagen in den 1990ern oder die legendäre DTM – sie alle waren am Salzburgring zu Gast und lockten zehntausende Motorsport-Fans in den Nesselgraben.
In der Saison 2015 haben die etablierten Tourenwagen-Serien Konkurrenz bekommen. Der Name der Serie: TCR International Series. Der Name TCR steht dabei für „Touring Car Racing“ und bietet kurzweilige und spektakuläre Rennen für die Zuschauer und bezahlbaren Motorsport für die Teams. Anstatt sündhaft teurer Prototypen vereinzelter Hersteller werden in der TCR deutlich günstigere Markenpokal-Boliden eingesetzt. Diese sind um keinen Deut langsamer als etwa die Fahrzeuge der WTCC, können aber direkt von den Teams zu einem Bruchteil der Kosten betrieben werden. Für die Zuschauer bedeutet das: zwei spannende Sprintrennen pro Wochenende, ein international besetztes Fahrerfeld und die modernsten Tourenwagen, die es momentan zu sehen gibt. Die Liste der vertretenen Fahrzeuge umfasst derzeit vier Marken: Seat León, Honda Civic TCR, Ford Focus ST und Opel Astra OPC. Anstatt der zu Beginn der Saison vom Team LIQUI MOLY Engstler erfolgreich eingesetzten Audi TT besteht noch Hoffnung, dass der neue VW Golf in Salzburg seine TCR-Premiere feiert.
Junge Wilde gegen routinierte Formel 1-Haudegen
Die Premierensaison der TCR besteht aus elf Rennwochenenden auf drei Kontinenten. Bei den bisherigen acht Rennen in Sepang (Malaysia), Shanghai (China), Valencia (Spanien) und Portimao (Portugal) gab es nicht weniger als sieben verschiedene Sieger! Einzig der Schweizer Seat-Pilot Stefano Comini konnte bis dato zwei Rennen für sich entscheiden und führt folgerichtig die Meisterschaft mit derzeit 116 Punkten an, gefolgt vom Spanier Pepe Oriola (104), ebenfalls auf Seat León, und dem ehemaligen Formel 1-Piloten Gianni Morbidelli aus Italien (91) auf Honda Civic.
Darüber hinaus gibt es noch gibt es noch je zwei Rennen zum heimischen Histo Cup in den Klassen Histo Cup, Anhang K, Histo Cup, STW, Young Timer und der BMW 325 Challenge.
Quelle: Drivestyle